Das schwimmende Museum des Museums Tinguely in Basel macht Halt in Gelsenkirchen. Am 16. und 17. August geht es am Amphitheater vor Anker.
Jean Tinguelys Schwimmwasserplastik 1980 im Solitude Park. Foto: Daniel Spehr

Schwimmendes Museum macht Halt in Gelsenkirchen

Das schwimmende Museum des Museums Tinguely in Basel macht Halt in Gelsenkirchen. Am 16. und 17. August geht es am Amphitheater vor Anker.

Zum 25. Jubiläum des Museums Tinguely in Basel begibt sich dieses auf eine besondere Schiffsreise: Das Museum macht sich auf einem umgebauten Frachtschiff auf den Weg und bringt die Kunst von Jean Tinguely (1925–1991), einem der innovativsten und wichtigsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts, zu den Menschen. Das Schiff geht an Stationen von Tinguelys künstlerischer Karriere vor Anker – von Paris über Antwerpen und Amsterdam durch die Metropolregion Rhein-Ruhr rheinaufwärts bis nach Basel.

Gelsenkirchen wichtige Station

Dabei ist auch Gelsenkirchen, denn die Stadt ist eine wichtige Station mit der kinetischen Wandinstallation Tinguelys im Musiktheater sowie der Kinetik-Sammlung im Kunstmuseum. Am 16. und 17. August, den letzten beiden Ferientagen in NRW, geht das Tinguely-Schiff an der Anlegestelle am Amphitheater im Nordsternpark vor Anker.

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Das schwimmende Museum bietet im Schiffsrumpf eine Ausstellung (geöffnet von 10 bis 20 Uhr) zum Leben und Werk Jean Tinguelys sowie an Deck seine Schwimmwasserplastik. Auf dem Schiff werden Workshops und Mitmachaktionen angeboten. Zwei partizipative Stationen bereichern die Ausstellung und laden die Besucherinnen und Besucher zum spontanen Entdecken und Mitmachen ein: Mit der Maschine Méta-Splash zeichnen sie mit Wasser in die Luft. An der Station Flaschenpost gestalten sie einen Brief und empfangen im Tausch eine Flaschenpost von unterwegs.

Kostenlose Workshops für Kinder

Darüber hinaus werden auf dem Schiff kostenlose Workshops für Kinder, Jugendliche wie auch Erwachsene angeboten, welche beim Kunstmuseum Gelsenkirchen gebucht werden können: Im Workshop „Wassertonfall” experimentieren die Teilnehmenden (ab acht Jahren) mit Wassergeräuschen und kreieren Tonaufnahmen. Vom Plätschern des Rhein-Herne-Kanals, über das Gluckern in der Wasserflasche bis hin zum Rauschen der Toilettenspülung auf dem Schiff – die Mitmachenden erleben das Element Wasser hier von seiner akustischen Seite. Wassergeräusche werden aufgespürt, mit Aufnahmetechnik eingefangen und in Toncollagen festgehalten.

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Im Workshop „Flaschenpost“ gestalten Teilnehmenden (ab sechs Jahren) eine Briefcollage, die auf eine spannende Reise geht. Jean Tinguely versandte parallel zu seinem kinetischen Schaffen hunderte illustrierte Mitteilungen an diverse Empfänger. Seine Briefe sind virtuos, verspielt und zeugen von einer großen Lust an der Kommunikation. Die Schiffsreise wird zum Anlass für einen ebensolchen kreativen Austausch. Die Teilnehmenden gestalten ihren eigenen Brief an unbekannte Empfänger und fischen im Gegenzug eine Flaschenpost aus der Vergangenheit der Reise, vielleicht aus Basel, Paris, Amsterdam?

Anmeldung erforderlich

Die Workshops dauern jeweils zwei Stunden und finden von 9.30 bis 14.30 Uhr statt. Der „Wassertonfall“ am Montag, 16. August, und die „Flaschenpost“ am Dienstag, 17. August. Die Angebote sind kostenfrei und richten sich an Gruppen bis maximal 25 Personen. Eine Anmeldung bis zum 6. August ist daher erforderlich und kann über das Kunstmuseum Gelsenkirchen erfolgen, entweder telefonisch unter 0209-1694130 oder per E-Mail an kunst-museum@gelsenkirchen.de.

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