Straßenbahn: Kommt der Ringschluss für die 301?

Das Institut „PTV Transport Consult GmbH“ hat am Donnerstagnachmittag im Ausschuss für Verkehr und Mobilitätsentwicklung einen Zwischenbericht der Potentialanalyse zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes vorgestellt.
In der heutigen Sitzung wurde dem Ausschuss für Verkehr und Mobilitätsentwicklung ein Zwischenbericht der Potentialanalyse zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes vorgestellt. Das Institut „PTV Transport Consult GmbH“ prüft aktuell im Auftrag der Stadt drei Projekte: den Ringschluss der Stadtbahnlinie 301 über Horst, die Grothusstraße hin zum Gelsenkirchener Hauptbahnhof, die Verlängerung der Stadtbahnlinie 302 bis zum Buer Nord-Bahnhof sowie die Anbindung der Westfälischen Hochschule an das Straßenbahnnetz.
Verkehrt die 301 künftig als Ringlinie? –Foto: Spernol

In der heutigen Sitzung wurde dem Ausschuss für Verkehr und Mobilitätsentwicklung ein Zwischenbericht der Potentialanalyse zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes vorgestellt. Das Institut „PTV Transport Consult GmbH“ prüft aktuell im Auftrag der Stadt drei Projekte: den Ringschluss der Stadtbahnlinie 301 über Horst, die Grothusstraße hin zum Gelsenkirchener Hauptbahnhof, die Verlängerung der Stadtbahnlinie 302 bis zum Buer Nord-Bahnhof sowie die Anbindung der Westfälischen Hochschule an das Straßenbahnnetz.

Rimbert Schürmann von PTV stellte nun weitere Zwischenergebnisse vor. Für den Ringschluss der 301 werden aktuell noch zwei Varianten geprüft, die beide voraussichtlich 80 Millionen Euro Kosten für knapp 6 Kilometer neuer Strecke verursachen würden. Die Varianten bieten laut der Analyse das Potenzial für 7000 bis 9000 neuen Fahrgästen pro Werktag. Damit fällt die Kosten-Nutzen-Prüfung aktuell positiv aus, womit eine Förderung für beide Varianten möglich scheint. Eine Entscheidung für eine der Varianten und eine genaue Trassenplanung muss später erfolgen. Im ersten Fall verliefe die Strecke vollständig über die Grothus- und Overwegstraße, im zweiten Fall gäbe es einen Schlenker über Hans-Böckler-Allee und Grothusstraße.

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Eine Verlängerung der Stadtbahnlinie 302 um ungefähr 5 Kilometer bis nach Hassel würde ähnliche Kosten verursachen, bietet dabei aber nur das Potential für werktäglich 3500 neue Fahrgäste. Die Kosten von rund 80 Millionen stehen also einem deutlich geringeren Nutzen gegenüber, was eine Förderung unwahrscheinlich macht. Die Verlängerung der 302 bis zum Bahnhof Buer-Nord würde voraussichtlich 23 Millionen Euro kosten, dafür potenziell nur 1000 neue Fahrgäste erreichen. Ob es hierfür eine Förderung geben könnte, werde noch geprüft.

CDU skeptischer als die SPD beim Ringschluss der 301

Ein Anschluss der Westfälischen Fachhochschule hat ein ähnliches Potential für neue Fahrgäste und würde ebenfalls 23 Millionen Euro benötigen. Für beide Varianten ist damit ein Förderung aus Sicht der Gutachter auch unwahrscheinlich. Die SPD begrüßt den Zwischenbericht in der Sitzung des Ausschusses, da zumindest für den Ringschluss eine Möglichkeit zur Realisierung erkennbar würde. „Ein Ringschluss kann Realität werden“, sagt Axel Barton, Fraktionsvorsitzender der SPD

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Die CDU bleibt da ein wenig skeptischer. Die Visionen seien konkreter geworden, aber man müsse realistisch bleiben und die weiteren Ergebnisse der Prüfung abwarten. „Wir sind gespannt, was da noch kommt“ sagte Wolfgang Heinberg, CDU-Stadtverordneter. Die Grünen zeigten sich optimistischer, gaben aber zu bedenken, dass man bei der Kosten-Nutzen-Rechnung nicht nur das potential an neuen Fahrgästen betrachten sollte, sondern auch die Einsparungen an CO-2 und Feinstaub zu bedenken müsste.

Die FDP halt die Kosten mit Blick auf die klamme Stadtkasse für unrealistisch und regt an, auch nochmal Alternativen zur Straßenbahn zu prüfen, die mit weniger Kosten verbunden seien. Bis zur Sitzung des Ausschusses am 18. November soll ein endgültiger Bericht vorliegen. Wenn die Kommunalpolitik einer der geprüften Varianten grünes Licht geben würde, müssten die Bürger dennoch achteinhalb Jahre warten, bis sie das neue Angebot nutzen könnten. Viereinhalb Jahre würde die weitere Planung und Genehmigung im Optimalfall brauchen. Wenn dann niemand gegen die Pläne klagt, würden nochmal bis zu vier Jahre Bauzeit folgen.

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