Gibt am Sonntag möglicherweise schon sein Schalke-Debüt: Andreas Vindheim (r., daneben Pia Lisa Kienel von der Schalker Medienabteilung). Foto: Neubaum

Vierter Norweger auf Schalke: Besteht Andreas Vindheim den Elch-Test?

Andreas Vindheim ist Schalkes vierter Norweger – am Sonntag gibt der von Sparta Prag ausgeliehene Außenbahnspieler möglicherweise schon sein Debüt.

Mit 15 Spielern liegen Spieler aus Brasilien in der Liste der Schalker „Gastarbeiter“ vorne – Norwegen belegt einen Rang im hinteren Mittelfeld. Denn bislang kamen erst drei Fußballer aus Norwegen auf Schalke zum Einsatz, allerdings in der Ersten Bundesliga. Andreas Vindheim, zu Wochenbeginn von Sparta Prag ausgeliehen, wäre der vierte S04-Profi aus Norwegen, wenn er erstmals in der Zweiten Liga zum Einsatz kommt. Erinnerungen an seine drei Vorgänger:

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​Frode Grodas traute sich als erster Norweger den „Elch-Test“ auf Schalke zu. Der Torhüter, immerhin norwegischer Nationaltorwart, sollte Nachfolger von Jens Lehmann werden, der 1998 zum AC Mailand gewechselt war. Schalke verpflichtete Grodas von den Tottenham Hotspurs – aber an die Klasse eines Jens Lehmann kam Grodas nicht heran. Manager Rudi Assauer warf sich schützend von den Norweger und mahnte Journalisten an, die aus seiner Sicht zu kritische Berichterstattung über Grodas ein wenig zu mäßigen.

Ein Einsatz für Reginiussen

​Aber das half Grodas alles nicht weiter. Auch weil der Norweger sich verletzte, reagierte Assauer und holte von Werder Bremen Oliver Reck. An ihm kam Grodas dann nicht mehr vorbei, ihm blieb nur die Rolle de Ersatztorhüters. Auch weil er innerhalb der Mannschaft und bei den Fans extrem hohe Sympathiewerte genoss, blieb der zwischenzeitlich an den spansichen Verein RC Santander ausgeliehene Grodas aber bis 2002 auf Schalke.

Bei Honefoss BK ließ er in Norwegen dann seine Karriere ausklingen, gehörte später zum Trainer-Stab der norwegischen Nationalmannschaft. Tore Reginiussen kam in der Rückrunde 2009/10, geholt von Felix Magath, nach Schalke. Einen bleibenden Eindruck konnte der Innenverteidiger nicht hinterlassen, er kam nur auf einen Einsatz, als er im Januar 2010 gegen Hoffenheim eingewechselt wurde.

Maden hofft noch

Zweimal von Schalke ausgeliehen wurde er dann an Odense BK verkauft und startete schließlich bei Rosenborg Trondheim durch, wo er von 2012 bis 2021 sehr erfolgreich spielte. Nach Deutschland kehrte er 2021 noch einmal zurück und heuerte beim FC St. Pauli an. Nach einem kurzen Abstecher Alta IF hat er seine aktive Laufbahn nun beendet.

Davon kann bei Mikail Maden keine Rede sein. Der 19-Jährige hat gerade erst damit begonnen – muss sich allerdings in der zweiten Schalker Mannschaft derzeit noch seine Meriten verdienen. 2020 von Brann Bergen ins Schalker Nachwuchsleistungszentrum gewechselt konnte er in der vergangenen Saison immerhin aber schon einen Liga-Einsatz verbuchen – und bereichert damit die Liste der norwegischen Spieler, die auf Schalke ihr Glück versuchen. Nun ist Andreas Vindheim an der Reihe.

Norbert Neubaum

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