Jahnstadion

Erster Spatenstich für einen neuen Kunstrasen im Jahnstadion (v.l.): Bezirksbürgermeisterin Marion Thielert, Gelsensport-Präsident Jürgen Deimel, Heßlers Vorsitzender Rainer Konietzka, Ilhan Gündogan, Oberbürgermeisterin Karin Welge und Landschaftsarchitekt Wolfram Munder. Foto: Przybyl

Wie Nationalspieler Ilkay Gündogan einen Fußballclub glücklich macht

Bei Fußball-Bezirkligist Heßler 06 rollen die Bagger. Das hat der Amateurverein auch Nationalspieler Ilkay Gündogan zu verdanken.

Der gebürtige Gelsenkirchener Ilkay Gündogan hat seine fußballerischen Wurzeln nicht vergessen. Heßler 06 war sein Heimatclub, vom Jahnstadion aus startete er eine Weltkarriere, die ihn unter anderem zu Borussia Dortmund und aktuell zu Manchester City führte.

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Auch beim FC Schalke 04 kickte der 30-Jährige ein Jahr. Doch damals machten ihm viele Verletzungen zu schaffen, so dass seine Schalker Zeit nur ein Intermezzo blieb.

Große Spende von Gündogan

Als der 30-Jährige erfuhr, dass sich bei Heßler 06 rund 70 Kinder abgemeldet hatten, weil kein Kunstrasenplatz zur Verfügung stand, handelte er. “Die Nachricht von den zahlreichen Abmeldungen hat Ilkay geschockt. Deshalb hat er sich zur Mitfinanzierung eines Kunstrasenplatzes entschieden”, erzählt sein Onkel und Manager Ilhan Gündogan bei einem Pressetermin, an dem unter anderem Oberbürgermeisterin Karin Welge, der Vorstand von Heßler 06 und  Vertreter von Gelsensport teilnahmen.

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Ilkay Gündogan wäre gern selbst erschienen, aber die Vorbereitung auf das Länderspiel gegen Lettland am Montagabend ließen das nicht zu. Wenn der neue Kunstrasenplatz Ende August eröffnet wird, hofft der Mittelfeldspieler aber selbst persönlich dabei sein zu können.

Mischfinanzierung

Das neue Kunstrasen-Gr0ßspielfeld wird durch eine Mischfinanzierung ermöglicht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 650.000 Euro. Gündogan spendet an seinen Heimatclub 180.000 Euro, 120.000 Euro kann Heßler 06 durch Spenden und durch die Ausbildungsvergütung für Gündogan aufbringen. Die restliche Summe übernimmt die Stadt.

Rainer Konietzka ist Gündogan sehr dankbar. “Als ich das erste Mal von seinem geplanten Engagement hörte, konnte ich es kaum glauben”,  sagte Heßlers Vorsitzender. Da auch noch die Tribüne im Jahnstadion modernisiert wird, verfügt der Club schon bald über erheblich bessere Rahmenbedingungen auf seiner Anlage, die den Abwärtstrend bei den Nachwuchszahlen stoppen dürfte.

Frank Leszinski
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