Wie Schalke-Trainer Frank Kramer die Bedeutung der Fans bewertet

Malick Thiaw (r.) könnte gegen Gladbach in die Schalker Startelf rücken,. Foto: Rabas

455 Tage nach dem bislang letzten Bundesliga-Heimspiel empfängt der FC Schalke 04 am Samstag um 18.30 Uhr Borussia Mönchengladbach vor ausverkauftem Haus.

„Die Vorfreude ist riesengroß, es wird sicherlich eine ganz besondere Atmosphäre herrschen“, sagt Frank Kramer. „In Köln waren 5.000 Schalker im Stadion und haben uns unterstützt, jetzt werden es 60.000 sein.“

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Der Trainer der Königsblauen bezeichnet die Unterstützung der Fans als „überragend“ und erklärt, dass diese Energie auf den Tribünen der Mannschaft auf dem Platz viel Kraft verleiht, die auch notwendig sei, um die Spiele erfolgreich zu gestalten. „Wir brauchen diese Geschlossenheit, das wird uns pushen“, ist sich der 50-Jährige sicher.

“Ein klarer Plan”

Das Ziel für das Kräftemessen mit dem fünffachen Deutschen Meister ist deshalb auch klar. „Wir wollen das Spiel gewinnen, auch wenn wir wissen, dass wir auf einen starken Gegner treffen. Um gegen Mönchengladbach bestehen zu können, benötigen wir Energie, Herz, Leidenschaft – und einen klaren Plan.“

Die Elf vom Niederrhein ist mit einem 3:1-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim in die Saison gestartet. Dabei agierte die Borussia mehr als eine Halbzeit lang in Überzahl – also genau andersherum als die Königsblauen, die nach 65-minütiger Unterzahl in Köln und einigen kniffligen Entscheidungen eine Niederlage hinnehmen mussten. Das 1:3 in der Domstadt hat Kramer aber mittlerweile abgehakt. „Wir schauen nicht zurück, sondern nach vorne“, betont der Fußballlehrer.

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Thiaw in der Startelf?

Der Coach erklärt, dass seine Mannschaft in der Veltins-Arena mutig auftreten wolle, auch wenn es teilweise Phasen geben werde, die wehtun. „Die Räume, die sich bieten, müssen wir ausspielen und dann auch zum Abschluss kommen“, so Kramer. Den Gegner bezeichnet er als Team, das den Ballbesitz pflege und mit vielen spielstarken Akteuren vor allem über das Zentrum Kombinationen starten möchte. „Da müssen wir da sein“, sagt Kramer. Und: „Mit elf Mann ist es noch etwas anders, da hast du mehr Möglichkeiten.“

Bis auf den gesperrten Dominick Drexler kann Schalke aus dem Vollen schöpfen. Bei seinen Startelf-Planungen lässt sich der Coach nicht in die Karten schauen. „Ich möchte noch nicht alles offenlegen“, schmunzelt der 50-Jährige, der von einem guten Konkurrenzkampf auf allen Positionen spricht. „So muss es auch sein. Jeder Einzelne möchte gerne spielen, das hebt das Niveau im Training und macht uns alle besser.“

Möglicherweise erhält Malick Thiaw seine Einsatzchance. Im Training spielte er in der Abwehr an der Seite von Maya Yoshida.

les
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