Fast wie in “alten Zeiten”: Gegen Hannover kamen über 55.000 Zuschauer in die Veltins-Arena. Foto: Rabas (Archiv)

2:1 gegen Hannover – Schalker Jubel vor 55.152 Zuschauern

95 Minuten Spannung – dann gab es nur noch Jubel aus Schalker Sicht. Nach dem 2:1-Sieg gegen Hannover haben die Königsblauen nun richtig gute Chancen im Aufstiegsrennen.

55.152 Zuschauer in der Veltins-Arena, der 54. Geburtstag von Chef-Interimstrainer Mike Büskens und die Chance, den Aufstiegsrängen wieder ein Stückchen näher zu kommen: Prächtige Stimmung auf Schalke – und zwar von Anfang bis Ende. Denn da stand fest, dass die Königsblauen durch einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen Hannover 96 ihrem Ziel tatsächlich wieder ein Stückchen näher gekommen sind.

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Thomas Ouwejan (verletzt), Marcin Kaminski (gesperrt) und Reinhold Ranftl (positiver Corona-Test) standen nicht im Kader – Büskens beorderte Winter-Neuzugang Marius Lode erstmals in die Startelf. Das sollte sich später noch auszahlen…

Duell auf Augenhöhe

Hannover, zuletzt mehr durch die Liga taumelnd, wirkte nur in den ersten Minuten nicht ganz auf Augenhöhe – schon nach 30 Sekunden hätte Marius Bülter das 1:0 für Schalke erzielen können, aber er scheiterte am bärenstarken Ron-Robert Zieler im Tor von Hannover 96, der seine Mannschaft später noch mehrmals im Spiel halten sollte.

Gegen zunehmend gleichwertige Niedersachsen hatte Simon Terodde in der 13. Minute Schalkes größte Chance in der ersten Hälfte, aber auch er scheiterte an Zieler. Längst hatte sich ein munterer Schlagabtausch entwickelt, der ab der 43. Minute dann auch zum ersten verwertbaren Ergebnis führte.

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Lode als Vorbereiter

Nachdem ZIeler einen Kopfball von Rodrigo Zalazar zur Ecke abgewehrt hatte, landete die von Zalazar geschossens Ecke irgendwie bei Lode, der den Ball gedankenschnell auf Ko Itakura passte – der Japaner vollendete zum viel umjubelten 1:0 für die Gastgeber (43.).

Schon fünf Minuten nach dem Seitenwechsel schlug Hannover zurück – ausgerechnet der Ex-Schalker Cedric Teuchert traf zum 1:1, nachdem Schalke einen Ball nur unzureichend hatte klären können. Doch nur vier Minuten später waren die Königsblauen wieder an der Reihe.

Jubel nach 95 Minuten

Und wieder war Marius Lode, der auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kam, der Vorbereiter: Der Norweger passte schön zu Zalazar in den Strafraum, den störte der relativ spitze Winkel zum Tor nicht – Zalazar zimmerte den Ball am diesmal chancenlosen Zieler zum 2:1 für Schalke ins Tornetz.

Nun lebte das Spiel weiter von der Spannung. Zieler hielt Hannover im Spiel, Schalke zeigte sich zwar zunehmend zu sehr im Verwaltungs-Modus, ließ hinten aber nichts mehr anbrennen. Am Schluss – insgesamt wurden 95 Minuten gespielt – rissen alle Schalker die Arme hoch. Der HSV kam in Düsseldorf nur zu einem späten 1:1, Bremen und Darmstadt werden sich die Punkte am Abend gegenseitig wegnehmen – es kann ein Spieltag ganz nach dem Schalker Geschmack werden.

Frank Leszinski/Norbert Neubaum
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