Foto: Pexels/ Shvets Production

Mittel und Wege zum Abnehmen gibt es viele. Die Kunst ist es, die beste Methode für sich und seinen Körper zu finden. Während viele auf sättigende Diätmittel wie Vitalrin Sonnenkomplex zurückgreifen, wollen sich andere der Herausforderung stellen und das Fasten ausprobieren. Auch beim Fasten gibt es unterschiedliche Methoden und zahlreiche Abnehmwillige entscheiden sich für einen Fastentag pro Woche. Wie sinnvoll dieser wöchentliche Fastentag beim Abnehmen ist, lesen Sie hier.

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Was bedeutet Fasten?

Ist die Rede von Fasten, so hat jeder Mensch eine andere Vorstellung davon. Viele denken an die muslimische Fastenzeit Ramadan, andere wiederum an das Intervallfasten oder die christliche Fastenzeit.

Unter dem Begriff Fasten wird der vollständige oder auch teilweise Verzicht auf Nahrungs- und Genussmittel während einer bestimmten Zeitspanne verstanden. Dabei gibt es nicht “das” Fasten. Es kann auf unterschiedliche Art und Weise gefastet werden, der Verzicht geschieht jedoch freiwillig und unterscheidet sich somit von Hungern.

Für viele Menschen ist das Fasten mit Tradition verbunden. Das Fasten ist nicht nur Teil des Islams, sondern auch des Judentums und Christentums und vieler anderer Religionen. Heutzutage ist das Fasten eine effektive Methode des Diätmanagements und wird auf unterschiedliche Art und Weise angewendet, um überschüssiges Gewicht loszuwerden, Erkrankungen vorzubeugen und ein gesünderes Essverhalten zu etablieren.

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Welche Arten zu Fasten gibt es?

Abgesehen vom religiösen Fasten gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten zu Fasten. Die meisten dieser Arten zu Fasten zielen auf die Gewichtsreduktion ab. Einige davon sind sehr gut für Anfänger geeignet und andere erfordern viel Disziplin und Durchhaltevermögen.

Intervallfasten

Das Intervallfasten ist eine der bekanntesten Arten zu Fasten. Beim Intervallfasten wird – wie die Bezeichnung bereits andeutet – in Intervallen gefastet. Das bedeutet, dass innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls ohne Verzicht gegessen werden darf und den Rest des Tages muss gefastet werden. Hierbei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, diese Zeitintervalle aufzuteilen:

  • 16:8-Methode: Die 16 zu 8 Methode ist die einfachste Form des Intervallfastens. An 16 Stunden des Tages wird gefastet, an 8 Stunden des Tages darf gegessen werden. Dabei kann man die Zeiträume nach den eigenen Präferenzen wählen und z.B. von 12 bis 20 Uhr oder von 8 bis 16 Uhr essen.
  • 5:2-Methode: Bei der 5 zu 2 Methode beziehen sich die Zahlen auf die Wochentage. An 5 Tagen der Woche wird gegessen, an 2 Tagen wird gefastet. Fasten bedeutet hierbei jedoch nicht vollständiger Verzicht, sondern eine maximale Kalorienaufnahme von ca. 500-700 kcal. Die beiden Fastentage sollten dabei im besten Fall nicht aufeinanderfolgen.
  • Alternierendes Fasten: Das alternierende Fasten ist eine weitere Form des Intervallfastens. Dabei wechseln sich Fastentage mit Tagen ab, an denen normal gegessen werden darf. Wie bei der 5:2 Methode bedeutet fasten nicht vollständiger Verzicht, sondern eine maximale Kalorienaufnahme von 500-700 kcal. Das alternierende Fasten hat den höchsten Schwierigkeitsgrad von allen Intervallfasten-Methoden.

Heilfasten

Das Heilfasten ist wohl eine der traditionsreichsten Arten zu Fasten. Sie wird nicht nur im Rahmen der Gewichtsreduktion durchgeführt, sondern auch zur Vorbeugung und Heilung von Erkrankungen. Bekannt ist vor allem das Heilfasten nach Otto Buchinger. Laut Buchinger wird durch das Heilfasten die Selbstheilung des Körpers angeregt und entzündliche Vorgänge verhindert. Somit wirkt sich das Heilfasten langfristig positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus.

Beim Heilfasten wird für eine bestimmte Zeitdauer auf feste Nahrung verzichtet. Die Zeitspannen reichen von 5 Tagen bis hin zu 6 Wochen. Während der Fastentage dürfen Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäfte, Tees und Honig zu sich genommen werden. Pro Tag sind nicht mehr als 500 kcal erlaubt. Dauert das Heilfasten mehrere Wochen an, dürfen auch Milchprodukte in Maßen konsumiert werden.

Das Heilfasten ist extrem anstrengend und kräftezehrend. Aus diesem Grund verlieren Heilfastler in kurzer Zeit meist viel Gewicht. Nach dem Fastenbrechen droht jedoch der Jo-Jo-Effekt, insofern die alten Ernährungsgewohnheiten beibehalten werden.

Saft-Fasten

Das Saft-Fasten hat mit dem Detox-Trend in sozialen Netzwerken neu Fahrt aufgenommen und ist für viele eine Möglichkeit, in kurzer Zeit vergleichsweise viel Gewicht zu verlieren. Das Saftfasten ist recht unkompliziert: Auf feste Nahrung wird verzichtet, stattdessen dürfen Säfte aller Art – am besten frisch gepresst – getrunken werden. Auch Wasser und ungesüßte Tees sind erlaubt. Eine feste Zeitdauer gibt es für das Saft-Fasten nicht, es ist für einen ungeübten Körper und Geist allerdings sehr anstrengend. Daher dauern kommerzielle Saft-Kuren meist 5 Tage. Länger als 3 Wochen sollte diese Art des Fastens nicht andauern, da es sonst schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann.

Beim Saftfasten sollten nicht nur Obstsäfte, sondern vor allem Gemüse- bzw. Mischsäfte auf dem Speiseplan stehen. Mit Hilfe des Saft-Fastens kann in kurzer Zeit abgenommen werden, allerdings ist auch hier nach Ende der Kur die Gefahr für den Jo-Jo-Effekt groß.

Basenfasten

Beim Basenfasten steht basische Kost im Vordergrund. Das bedeutet während der Fastenperiode wird sich ausschließlich bz. zum größten Teil von basischen Lebensmitteln ernährt. Dazu gehört z.B. grünes Gemüse wie Grünkohl und Spinat, Nüsse und Körner, Petersilie, Pilze und zahlreiche Obstsorten.

Das Basenfasten wirkt einer Übersäuerung des Körpers entgegen, die häufig Unwohlsein, Müdigkeit, Kopfschmerzen usw. verursacht. Das Abnehmen ist kein vorrangiges Ziel beim Basenfasten und Kalorien werden nicht gezählt. Da die basische Kost jedoch sehr ausgewogen und gesund ist, ist der Gewichtsverlust für viele ein willkommener Nebeneffekt.

Ein Fastentag pro Woche zum Abnehmen: Sinnvoll oder nicht?

Das Fasten mag zwar eine schnelle und auf den ersten Blick einfache Lösung für rasches Abnehmen sein, doch nicht immer bringt jede Art zu fasten auch den gewünschten Erfolg.

Abnehmwillige tasten sich zunächst mit einem Fastentag pro Woche an die Thematik heran und erhoffen sich dadurch zeitnah Abnehmerfolge. Doch wie sinnvoll ist ein wöchentlicher Fastentag?

Ein Fastentag pro Woche wird auch Kurzzeitfasten genannt. Dabei wird an einem Tag der Woche die Kalorienaufnahme stark reduziert und hauptsächlich flüssige Nahrung zu sich genommen. Für einen zusätzlichen Abnehmeffekt eignen sich Lebensmittel, die den Stoffwechsel anregen wie z.B. Ingwer, Chili oder Zitrone. Fakt ist: Wer einen Tag in der Woche fastet und die restlichen Tage über seinen Energiebedarf hinaus isst, wird definitiv nicht abnehmen.

Bei einem kalorienreduzierten Ernährungsplan kann ein zusätzlicher Fastentag hingegen den Gewichtsverlust unterstützen, indem die wöchentliche Kalorienzufuhr dadurch nochmal gesenkt wird. Der Stoffwechsel greift dann auf die Fettreserven im Körper zurück, um Energie zu gewinnen und lässt die Fettpolster so schneller schmelzen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass ein Kaloriendefizit erreicht wird. Das geschieht nicht nur über die Ernährung allein, sondern auch über körperliche Aktivität.

Ist ein Fastentag pro Woche gut für die Gesundheit?

Studien zufolge wirkt sich ein Fastentag pro Woche bei einer ausgewogenen Ernährung positiv auf die Gesundheit aus, indem:

  • das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt wird
  • der Cholesterinspiegel langfristig gesenkt wird
  • das Risiko für Prädiabetes bzw. Diabetes verringert wird
  • die Zellerneuerung angeregt wird

Ein wöchentlicher Fastentag trägt außerdem zu einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten bei. Dadurch kann ein bewusster und gesunder Umgang mit Essen erlernt werden, der sich langfristig in einem gesunden Gewicht zeigt. Schließlich ist es vor allem die Ernährung, die den Abnehmerfolg bestimmt.

Fazit

Fasten ist – richtig durchgeführt – gesundheitsfördernd und trägt zum Abnehmerfolg dabei. Allerdings ist der Verzicht auf Nahrung über eine längere Zeit stets mit Vorsicht zu genießen. Die Ein-Tag-Fasten Methode ist ähnlich wie das 16:8 Intervallfasten ein guter Einstieg für alle, die mit dem Fasten beginnen möchten, ohne ihren Körper zu überlasten. In Verbindung mit einer ausgewogenen und nährstoffreichen Ernährung kann der wöchentliche Fastentag zum Gewichtsverlust und einem gesunden Stoffwechsel beitragen.

 

 

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