Die ehemalige Polizeipräsidentin Anne Heselhaus soll Bildungsdezernentin in Gelsenkirchen werden. -Foto: NBM (Archiv)

Anne Heselhaus soll neue Bildungsdezernentin werden

Anne Heselhaus soll neue Bildungsdezernentin von Gelsenkirchen werden. Darüber entscheidet der Rat am kommenden Donnerstag. Doch es gibt einen Gegenkandidaten.

Das ist zumindest eine kleine Überraschung: Wenn der Rat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag über die neue Bildungsdezernentin entscheidet, steht eine Frau ganz oben auf der Liste, die die Stadt gut kennt. Beste Chancen, als Nachfolgerin von Annette Berg gewählt zu werden, hat Anne Heselhaus, ehemalige Polizeipräsidentin von Gelsenkirchen.

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Das geht aus der Vorlage für die Ratssitzung hervor: „Die vom Rat der Stadt eingesetzte Findungskommission empfiehlt mehrheitlich, die Bewerberin Frau Anne Heselhaus in das Amt der Beigeordneten für den Vorstandsbereich Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration zu wählen“, heißt es da.

Insgesamt gingen 27 Bewerbungen ein

Die Neubesetzung der Stelle war nötig geworden, weil Annette Berg, die das Amt zurzeit innehat, die Stadt Gelsenkirchen im Oktober verlässtAnnette Berg, die das Amt zurzeit innehat, die Stadt Gelsenkirchen Ende Sommer vorzeitig verlässt: Sie wird künftig in Berlin die  Stiftung Sozialpädagogisches Institut leiten.

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Insgesamt waren 27 Bewerbungen eingegangen, aus denen die Findungskommission die ihrer Meinung nach geeignete Kandidatin beziehungsweise Kandidaten aussuchen sollte. Die Kommission besteht aus fünf Personen: drei Ratsmitglieder (Klaus Haertel (SPD), Peter Tertocha (Grüne), Wolfgang Heinberg (CDU) sowie Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) und Kämmerin Karin Welge (SPD). Die Entscheidung fiel auf Anne Heselhaus.

Von Gelsenkirchen nach Düsseldorf und zurück

Die angesehene Juristin hatte sechs Jahre lang das Polizeipräsidium der Stadt geleitet. Im Mai 2019 war sie von Gelsenkirchen nach Düsseldorf gewechselt und ist dort als Leitende Ministerialrätin im Innenministerium tätig. Allerdings hatte Anne Heselhaus schon bei ihrem Abschied angekündigt, in Gelsenkirchen (beziehungsweise in Buer) wohnen bleiben zu wollen – sie habe sie Stadt lieben gelernt, hatte sie bei ihrem Abschied damals gesagt.

Heselhaus‘ Entscheidung, nach nur einem Jahr in Düsseldorf zurück nach Gelsenkirchen zu gehen, wirkt auf Beobachter nun so, als sei sie im Ministerium nicht glücklich geworden. Diesen Eindruck vermitteln zumindest auch Behördenkenner. Vor ihrer erfolgreichen Zeit als Polizeipräsidentin hatte Heselhaus als Richterin am Oberlandesgericht in Hamm gearbeitet. Jetzt soll sie also nach nur einem Jahr in Düsseldorf zurückkehren – vorausgesetzt, sie wird gewählt.

Fischer: „Ich halte mich für kompetenter”

Ihr Gegenkandidat um den Posten ist David Fischer (Bündnis90/Die Grünen). „Ich werde meine Bewerbung auf jeden Fall aufrecht erhalten“, sagte Fischer im Gespräch mit Hallo Buer. „Ich halte mich auf dem Bereich Bildung für wesentlich kompetenter als Frau Heselhaus“, so der 45-jährige Schulleiter.

Matthias Heselmann, Boris Spernol

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