In Buer wird es in diesem Jahr kein Cityfest und kein Buer Live geben. „Die Werbegemeinschaft Buer hat bei der Industrie- und Handelskammer alle geplanten Feste und verkaufsoffenen Sonntage abgesagt“, erklärt der scheidende Vorsitzende der WG Buer Uwe „Ole“ Siemienski gegenüber Hallo Buer.
Udo “Ole” Siemiski, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Buer. Foto: André Przybyl

Buer: Werbegemeinschaft sagt sämtliche Feste ab

In Buer wird es in diesem Jahr kein Cityfest und kein Buer Live geben. „Die Werbegemeinschaft Buer hat bei der Industrie- und Handelskammer alle geplanten Feste und verkaufsoffenen Sonntage abgesagt“, erklärt der scheidende Vorsitzende der WG Buer Udo „Ole“ Siemienski gegenüber Hallo Buer.

Seit Anfang 2018 steht Siemienski der WG Buer vor. Anfang dieses Jahres kündigte er an, den Vorsitz am 30. Juni abzugeben. „Aus persönlichen Gründen“, begründete er seinerzeit seine Entscheidung. Ebenfalls zurücktreten will dann Andreas Groß, zweiter Vorsitzender der WG.

Außerordentliche Sitzung am Dienstag

„Seinerzeit hatten wir den Vorstand gebeten, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu finden“, berichtet nun der scheidende Vorsitzende. Am Dienstag kam die Werbegemeinschaft zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Die einzigen Punkte auf der Tagesordnung: Neuwahl des Vorstandes oder Auflösung der WG. „Um einen neuen Vorstand zu wählen, müssen mindestens Dreiviertel der Mitglieder ihre Stimme abgeben“, erklärt Udo „Ole“ Siemienski. „Von 61 Mitglieder waren aber nur zehn erschienen.“ Zu wenige, um eine Entscheidung zu fällen.

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„Daraufhin hat die Werbegemeinschaft sämtliche von uns geplanten Feste und verkaufsoffenen Sonntage in Buer für dieses Jahr bei der Industrie- und Handelskammer abgesagt“, sagt Siemienski. Ursprünglich sollte im Juni Buer Live die Innenstadt bespielen, im September dann das Cityfest. „Ob es einen Weihnachtsmarkt geben wird, kann ich noch nicht sagen“, erklärt Siemienski. Für ihn ist dieser Schritt auch ein Zeichen: „Vielleicht sehen die Leute so einmal, was die Werbegemeinschaft so alles macht.“

Siemienski glaubt an Ende der WG

Doch damit nicht genug: Er glaubt, dass die Buersche Werbegemeinschaft schon bald Geschichte sein wird. „In vier Wochen treffen wir uns erneut“, berichtet der scheidende Vorsitzende. „Sollten dann keine neuen Vorsitzenden gefunden werden, werden wir die WG abwickeln.“ Heißt: Die Werbegemeinschaft wird aufgelöst.

Bisher gebe es keine Kandidaten, die den Vorsitz übernehmen wollten. „Ich glaube auch nicht, dass sich jemand meldet“, schätzt Siemienski. „In Buer gibt es keinen Zusammenhalt mehr, sondern nur noch Protagonisten, die alles besser wissen.“ Selbst, wenn die Werbegemeinschaft nicht aufgelöst werden sollte: „Ich werde nicht länger Mitglied bleiben“, kündigt Siemienski an.

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Stadt zeigt sich zuversichtlich

Die Stadt Gelsenkirchen gibt sich unterdessen zuversichtlich: Da es bereits Ankündigungen gegeben habe, „haben wir als Wirtschaftsförderung Gespräche mit Protagonisten geführt, die zumindest zielversprechend sind“, sagt Wirtschaftsdezernent Simon Nowak auf Anfrage von Hallo Buer. Die Gespräche deuteten darauf hin, „dass eine Lösung für sowohl die Durchführung der verkaufsoffenen Sonntage als auch, was noch wichtiger ist, für die geplante Neuaufstellung des Citymanagement gefunden werde könnte”. Demnach würden zeitnah weitere Gespräche geführt.

André Przybyl
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