Gelsenkirchen auch Riskogebiet

Die Zahl der aktiven Infektionen in Gelsenkirchen ist weiter gestiegen. Die Stadt ist nun ebenfalls Risikogebiet.

Demnach liegt der Sieben-Tage-Wert je 100.000 Einwohnern liegt laut Robert-Koch-Institut inzwischen bei 58,9. damit gelten auch in Gelsenkirchen nun ebenfalls verschärfte Corona—Regeln. Die Landesregierung hat sich am Sonntag auf einheitliche Mindestregelungen in Hotspot-Regionen verständigt:. Am Montagabend machte die Landesregierung diese Regeln per Erlass ab sofort gültig.

Dieser muss aber noch in den entsprechenden Allgemeinverfügungen der Kommunen umgesetzt werden.. Die Stadt Gelsenkirchen hat für heute Vormittag eine Pressekonferenz angekündigt. Bereits mehrere Kommunen haben für das Überschreiten der 50er-Marke die Maskenpflicht im Schulunterricht wieder eingeführt.

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Wert näherte sich kontinuierlich 50er-Marke

Am vorigen Donnerstag war der Wert erstmals auf  47,0 geklettert (Vortag: 45,8). Dies war der bis dahin absolute Höchstwert seit Ausbruch der Pandemie in März. In Gelsenkirchen gibt es bis dato 1324 bestätigte Fälle insgesamt (Vortag 1298). Gelsenkirchen nähert sich damit weiter der kritischen Marke von 50.

In Gelsenkirchen ist der Wert von 35 bereits seit dem 17. September überschritten. Deshalb ist die Anzahl der zulässigen Gäste bei privaten Feiern von 150 auf 50 begrenzt. Für Feste, die in gewerblich vermieteten Räumlichkeiten stattfinden, muss der Veranstalter für das jeweilige Fest zudem eine Liste mit den Daten der voraussichtlichen Teilnehmenden vorlegen. Darüber hinaus ergeht der dringende Appell, in privaten Räumlichkeiten (z.B. Wohnungen) Feste aus herausragendem Anlass nur noch mit höchstens 25 Teilnehmenden zu veranstalten.

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Details regelt die ab 22. September geltende Allgemeinverfügung. Sie gilt solange, bis der Inzidenzwert sieben Tage in Folge unter 35 liegt. Erst dann kann aus medizinischer Sicht davon ausgegangen werden, dass der Wert dauerhaft unterhalb von 35 Infektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von 7 Tagen gesenkt wurde.
Die strengeren Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass der Inzidenzwert nicht weiter ansteigt und womöglich den kritischen Wert von 50 erreicht, ab dem dann lokal über einschneidendere Maßnahmen nachzudenken ist. Auch für diesen Fall hat der Krisenstab bereits entsprechende Szenarien in Vorbereitung, die aber situativ eng auf die spezifische Art des lokalen Infektionsgeschehens abzustimmen sind.

Sprunghaftter Anstieg

Neben Mitgliedern einer Familie oder zweier Hausstände darf sich eine Gruppe von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass eine Rückverfolgbarkeit der am Treffen beteiligten Personen sichergestellt ist. Im Übrigen gilt die allgemeine Abstandsregel von 1,5 Metern fort, auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in bestimmten Bereichen.

Bundesweit überschritten den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge die Neuinfektionen binnen 24 Stunden den zweiten Tag in Folge die Marke von 4000. So wurden am Freitagmorgen 4516 neue Corona-Fälle gemeldet. Das ist abermals ein neuer Höchstwert seit der bisherigen Hochphase der Pandemie im Frühjahr. Damals hatte es zu Spitzenzeiten mehr als 6000 Neuansteckungen pro Tag gegeben. Am Donnerstag hatte das RKI 4058 registriert – das war ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zu den etwa 2800 Fällen am Mittwoch

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