Ein Mitglied weniger: Gazprom-Vertreter Matthias Warnig hat sein Mandat im Schalker Aufsichtsrat niedergelegt. Foto: FC Schalke 04

Gazprom-Vertreter legt Mandat im Schalker Aufsichtsrat nieder

Matthias Warnig, Gazprom-Vertreter im Schalker Aufsichtsrat, hat sein Mandat bei den Königsblauen niedergelegt.

Der russische Angriff auf die Ukraine hat beim FC Schalke 04, der durch seine Partnerschaft mit dem russischen Staatskonzern Gazprom unter Druck geraten ist, zu einer ersten Konsequenz geführt.

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Matthias Warnig hat den Aufsichtsrat des FC Schalke 04 am Donnerstag darüber informiert, dass er mit sofortiger Wirkung sein Aufsichtsratsmandat niederlegt. Der 66-Jährige, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Gazprom-Tochter Nord Stream 2, hatte dem Gremium seit dem Juli 2019 als kooptiertes Mitglied, entsandt von Hauptsponsor Gazprom, angehört. Nach Abschluss aller notwendigen Formalitäten wird Warnig damit nicht mehr zum Aufsichtsrat der Königsblauen zählen.

Vorstand berät sich

Gazprom ist seit 2007 Hauptsponsor des FC Schalke 04, die Kooperation mit dem Gasproduzenten wurde nach dem Abstieg sogar noch weiter verlängert. Durch den russischen Angriff auf die Ukraine ist der Druck auf Schalke gewachsen, die Parnterschaft mit Gazprom mindestens zu überdenken, wenn nicht gar mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Schalkes Vorstand berät zur Stunde darüber, ob es weitere Konsequenzen geben wird. S04-Kommunikationschef Marc Siekmann bat auf der turnusmäßigen Pressekonferenz vor dem Karlsruhe-Spiel um Verständnis dafür, dass eine solche Entscheidung auch eine gewisse Zeit benötige. Über Nacht sei schließlich eine völlig neue Situation entstanden.

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Norbert Neubaum
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