Fünf Spieler aus Zentralafrika, die an der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland teilgenommen haben, besuchten jetzt das Gelsenkirchener Parkstadion.
Karin Welge (Mitte) begrüßt gemeinsam mit Klaus Fischer (r.) Gäste der WM 74 aus dem damaligen Zaire. Foto: Stadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Spieler der Fußball-WM 1974 besuchen Parkstadion

Fünf Spieler aus Zentralafrika, die an der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland teilgenommen haben, besuchten jetzt das Gelsenkirchener Parkstadion.

Fünf Nationalspieler der Nationalmannschaft Zaires (heute Demokratische Republik Kongo) und ihre Angehörigen haben bei einem Besuch des Gelsenkirchener Parkstadions am Samstag noch einmal auf die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 zurückgeblickt. Damals war die Mannschaft die erste Mannschaft aus Zentralafrika, die bei einer Fußball-Weltmeisterschaft dabei war. Sportlich blieb das Team torlos aber es blieben gute Erinnerungen an das Parkstadion und Gelsenkirchen. Im Parkstadion hatten die Spieler zwei Länderspiele während der Fußball-WM bestritten.

„Dunkle Schatten“ über WM-Teilnahme

„Ich weiß um die ernsten Hintergründe der damaligen WM-Teilnahme Zaires. Druck und Drohungen des zu dieser Zeit herrschenden Diktators Mobutu warfen dunkle Schatten auf die Spieler und das wo doch Fußball für fairen Wettbewerb und Freude am Spiel stehen soll“, sagte Oberbürgermeisterin Karin Welge. Gemeinsam mit Schalkes Sturmlegende Klaus Fischer und Vorstandsmitgliedern des FC Schalke 04 übergab Welge den damaligen Nationalspielern Mafu Kibonge, Maku Mayanga, Tshimimu Bwanga, Kidumu Mantantu, Etepe Kakoko sowie dessen Sohn und deutschen U16-Nationalspieler Yannick Kakoko Trikots des FC Schalke 04. Im Gegenzug erhielten sie ein Trikot der damaligen Nationalmannschaft.

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Vor fast 50 Jahren startete die Fußball-WM in Gelsenkirchen mit einem großen Feuerwerk vor über 20.000 Menschen im Revierpark Nienhausen und die Stadtchronik spricht von drei Festwochen, die die WM der Stadt bescherte. Heute erinnert nur noch ein Flutlichtmast an das im Jahr 1973 errichtete, alte Parkstadion. Nach dem Rück- und Umbau des Stadions spielen dort die Regionaligamannschaft und Nachwuchsteams des FC Schalke 04.

Mit Europameisterschaft 2024 für den Fußball werben

„Seit dem Bau des Parkstadions und nun mit der Arena auf Schalke ist Gelsenkirchen immer wieder Austragungsort bei den großen internationalen Turnieren und guter Gastgeber. Die Europameisterschaft 2024 wollen wir als weitere Möglichkeit nutzen, um über den Fußball hinaus für unsere Stadt zu werben“, blickt die Oberbürgermeisterin nach vorn.

Auch für mindestens einen Spieler der 74er-Mannschaft Zaires schrieb der Fußball eine Erfolgs- und Glücksgeschichte. Etepe Kakoko schaffte es in die Bundesligamannschaft des VfB Stuttgart. Später spielte er in der 2. Bundesliga für den 1. FC Saarbrücken. Dort gelang ihm in einem Spiel gegen Schalke 04 sogar ein Tor. Sein Sohn Yannick Kakoko spielte für die deutsche U16-Fußballnationalmannschaft und gewann mit den B-Junioren des FC Bayern München die deutsche Meisterschaft.

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WM-Quartier in Ascheberg

Nach dem Besuch des Parkstadions ging es weiter nach Dortmund zum Deutschen Fußballmuseum. In Dortmund bestritt die Nationalmannschaft ein weiteres ihrer insgesamt drei Vorrundenspiele bei der WM 1974. Auch ein Abstecher ins sauerländische Ascheberg zum damaligen WM-Mannschaftsquartier durfte nicht fehlen. Den nostalgischen Rückblick hat Donaly Malungu organisiert, der sich bei verschiedenen Hilfsprojekten für Afrika und insbesondere für die Republik Kongo engagiert.

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