Gelsenwasser baut weltweit erste Rückgewinnungsanlage

EasyMining und Gelsenwasser bauen in Schkopau, Sachsen-Anhalt, die weltweit erste Anlage zur Phosphorrückgewinnung.
Gelsenwasser baut weltweit erste Rückgewinnungsanlage

EasyMining Germany und Gelsenwasser geben die Investitionsentscheidung für den Bau einer Phosphorrückgewinnungsanlage bekannt. – Foto: Gelsenwasser AG

EasyMining und Gelsenwasser, Partner im Gemeinschaftsunternehmen Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS), bauen in Schkopau, Sachsen-Anhalt, die weltweit erste Anlage zur Phosphorrückgewinnung nach dem Ash2Phos-Verfahren. Wie das Versorgungsunternehmen am Mittwoch mitteilte, soll die Anlage Anfang 2027 in Betrieb gehen. Das Ash2Phos-Verfahren stellt laus Unternehmensauskunft einen Paradigmenwechsel in der Technologie zur Phosphorrückgewinnung dar, die umweltschonende, nachhaltige und effiziente Kreislaufführung stehe im Vordergund.

„Die Einrichtung der ersten Anlage zur Phosphorrückgewinnung auf Basis unserer Ash2Phos-Technologie ist eine großartige Gelegenheit, zirkuläre Lösungen für essenzielle Nährstoffe wie Phosphor umzusetzen“, sagt Christian Kabbe, Geschäftsführer bei PGS und EasyMining Germany. „Wir haben die Aufgabe, mit unseren Ressourcen sorgsam umzugehen und Kreisläufe noch intensiver zu schließen. Und genau das tun wir an dieser Stelle effizient und nachhaltig“, so Dr. Agnes Janda, verantwortlich für den Geschäftsbereich Abwasser bei der Gelsenwasser AG. „Mit dieser Investitionsentscheidung werden wir zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufführung von sauberem Phosphor leisten.“

Werbung
Die unglaubliche Reise des FC Schalke 04 Vom bitteren Abstieg bis zur meisterlichen Rückkehr in die Erste Liga – die Geschichte der Saison 2021/22

Bei der von EasyMining entwickelten Ash2Phos-Technologie wird Phosphor aus Klärschlammverbrennungsasche extrahiert auf. Die geplante Anlagenkapazität beträgt 30.000 Tonnen Klärschlammasche pro Jahr. Damit wird die Anlage laut Mitteilung von der Gelsenwasser AG eine entscheidende Rolle für die stabile und regional bezogene Versorgung mit hochwertigem Phosphor innerhalb Europas spielen. Dadurch verringert das Gemeinschaftsunternehmen PGS die Abhängigkeit von traditionellen Phosphorquellen wie Phosphatgestein, mindert Umweltauswirkungen und fördert die Ressourcenautonomie.

Darüber hinaus liefert die Ash2Phos-Anlage nicht nur Phosphor, sondern auch wertvolle unverzichtbare Rohstoffe als Nebenprodukte wie Eisenchlorid, Natriumaluminat und Sand.