Foto: Mikhail Nilov / Pexels

Über eine sommerliche Bräune freuen sich die meisten von uns und auch der Vitamin D-Speicher lässt sich nur durch die Sonne so richtig auffüllen. Doch neben der Bräunung und der guten Laune sorgt die Sonne vor allem für eins: eine frühzeitige Hautalterung. Neben Falten und Altersflecken wird auch das Hautbild grob und es können Augenringe entstehen. Wir verraten, wie die Hautalterung mit der Sonne zusammenhängt und wie man sich mit Wirkstoffen wie Aktiv-Kresse und Co. wirklich vor den Auswirkungen schützen kann!

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Was macht die Sonne schädlich für die Haut?

Die ersten Sonnenstrahlen im Frühling sorgen für gute Laune und ziehen die Menschen nach draußen, ganz ohne Sonnencreme. Schließlich ist die Sonne noch gar nicht so stark – in Deutschland sowieso nicht. Doch dabei handelt es sich um einen gefährlichen Irrglauben, der verursacht, dass jährlich über 200.000 Menschen in Deutschland an Hautkrebs erkranken. Insbesondere ausgedehnte Sonnenbäder und der Besuch im Solarium schaden der Haut, auch wenn sich das oft erst viele Jahre später in Form von Falten, Altersflecken oder Hautkrebserkrankungen bemerkbar macht. Doch was macht die Sonne so schädlich für die Haut?

Das Sonnenlicht besteht aus dem sichtbaren Licht, das uns die Orientierung ermöglicht und den Tag-Nacht-Rhythmus steuert, Infrarot-Strahlen, die uns das Gefühl von Wärme geben, und der unsichtbaren, ultravioletten Strahlung. In ihr steckt für die menschliche Haut (und die Augen) die größte Gefahr. Die Intensität der UV-Strahlung wird durch den UV-Index bewertet. Die nach oben offene Skala beginnt bei 1 und gibt Aufschluss darüber, ob Sonnenschutz notwendig ist. Schon ab 3 sollte die Haut geschützt werden. Dabei beeinflussen Faktoren wie die Jahreszeit, Uhrzeit, Bewölkung, Lage und die Höhenlage des Ortes den Index.

Die UV-Strahlung besteht aus UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlen. Den größten Teil, etwa 95 %, machen die UV-A-Strahlen aus. Sie können nicht nur das Fensterglas überwinden, sondern gelangen auch bis in die tieferen Hautschichten. Ohne Sonnenschutz reagiert die Haut mit einer Sofortbräune. Jedoch begünstigen die UV-A-Strahlen langfristig gesehen Hautalterungsanzeichen wie Falten und Pigmentflecken. Auch das Bindegewebe wird durch die Strahlung geschädigt – die Haut erschlafft nicht nur im Gesicht sichtbar, bei Frauen zeigt sich dadurch auch vermehrt Cellulite. Außerdem konnte längst nachgewiesen werden, dass die UV-A-Strahlen sogar in unsere DNA eingreifen und das Hautkrebsrisiko dadurch erheblich steigern. Das ist auch einer der Gründe, weshalb das Solarium für die Haut so schädlich ist: Hier ist der Anteil an UV-A-Strahlung besonders hoch.

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Den geringeren Teil machen die UV-B-Strahlen aus. Die kurzwelligen Strahlen gelangen in der Regel nur bis in die obere Hautschicht. Zum Schutz der Zellen in den unteren Hautschichten reagiert der Körper mit einer erhöhten Melaninbildung, die als langfristige Bräune sichtbar wird. Ist man jedoch übermäßig der UV-B-Strahlung ausgesetzt, erhöht sich auch hier das Risiko für Sonnenbrände und Zellschäden – Grundvoraussetzungen für die Entstehung von Hautkrebs. Außerdem schwächen sie wie auch die UVA-Strahlen das Bindegewebe und fördern auf diese Weise Falten und dünner werdende Haut.

Für die Haut sind die UV-C-Strahlen nicht von Bedeutung, da sie die Erdoberfläche nicht erreichen.

Was versteht man unter Photoaging?

Der Begriff “Photoaging” lässt sich als “Lichtalterung” ins Deutsche übersetzen. Er umfasst alle sichtbaren Anzeichen der vorzeitigen Hautalterung, die durch die Einwirkung der UV-Strahlen entstehen. Das Photoaging gehört zur extrinsischen Hautalterung, die durch äußere (und somit vermeidbare) Faktoren bestimmt wird. Demgegenüber wird die intrinsische Hautalterung von der Genetik und dem Hormonstatus bestimmt und lässt sich nicht beeinflussen.

In der Haut regen die UV-Strahlen die Entstehung von freien Radikalen an. Das sind aggressive Sauerstoffmoleküle mit einem freien Elektron. Um sich zu vervollständigen, greifen die freien Radikale andere Zellen an und versuchen, ihnen ein Elektron zu entreißen. Werden sie nicht ausgeglichen, entsteht oxidativer Stress und die Zellen werden zunehmend geschädigt. Unter anderem sorgen die freien Radikale für den Abbau von Kollagen. Das Protein ist wichtiger Bestandteil des Bindegewebes und macht die Haut straff und elastisch. Umso öfter die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist, desto mehr der Hautzellen werden zerstört. Die Haut verliert zunehmend an Elastizität, Spannkraft und Feuchtigkeit.

Zu den typischen Anzeichen des Photoagings zählen:

  • tiefe Falten
  • grobes Hautbild (vergrößerte Poren)
  • Verhornungen der Haut
  • schlaffe Haut (z.B. Hängebäckchen)
  • Pigmentierungsstörungen (z.B. Altersflecken, Augenringe)
  • trockene Haut

Wie hilft Sonnenschutz gegen die Hautalterung?

In erster Linie gilt es, die Sonnenschäden der Haut vorzubeugen. Die Schäden, die im Laufe der Zeit durch die Sonne entstanden sind, lassen sich nämlich nicht rückgängig machen.

Sonnenschutz ist unverzichtbar, um das Hautkrebsrisiko zu senken und die frühzeitige Hautalterung vorzubeugen. Sonnencremes filtern die schädlichen UVA- und UVB-Strahlen und bieten der Haut auf diese Weise Schutz. Deshalb sollte man schon in jungen Jahren auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten. Abhängig vom Hauttyp ist ein unterschiedlich hoher Lichtschutzfaktor empfehlenswert – der Wert gibt Auskunft darüber, wie lange man sich ohne Sonnenbrand in der Sonne aufhalten kann. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass man genügend Sonnencreme aufträgt, was von vielen oft vernachlässigt wird. Auch das regelmäßige Nachcremen sollte man nicht vergessen: Beim Schwimmen, durch Reibung oder auch durch das Schwitzen geht viel Schutz verloren. Das bedeutet aber nicht, dass man sich dadurch länger in der Sonne aufhalten kann!

Wie kann man Photoaging noch verhindern?

Neben der Verwendung von Sonnencreme gibt es weitere Tipps für den hautfreundlichen Umgang mit der Sonne.

In erster Linie meidet man am besten die starke Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr. Ansonsten hilft es, für längere Zeit einen Schattenplatz aufzusuchen und die Haut mit Kleidung vor der Sonne zu schützen. Ein Sonnenhut und eine Sonnenbrille schützen insbesondere das empfindsame Gesicht und die Kopfhaut.

Um die Haut vor dem vorzeitigen Altern zu bewahren, ist außerdem eine geeignete Pflege wichtig. Insbesondere Antioxidantien können die Haut schützen, indem sie die schädlichen freien Radikale neutralisieren. So bleibt die Haut länger jung und widerstandsfähig. Gleichzeitig sollte man reife Haut immer mit viel Feuchtigkeit versorgen, auch etwas reichhaltigere Öle eignen sich gut zur Pflege der Haut. Beispielsweise enthält die Aktiv-Kressesalbe Vitamin E als sehr starkes Antioxidans, das Hautschäden verhindern kann. Ergänzend kann der Wirkstoff bestehende Altersflecken aufhellen – diese sind oft das Resultat der ausgiebigen Sonnenbäder – und der Entstehung neuer Pigmentierungsstörungen vorbeugen. Gleichzeitig versorgen wertvolle pflegende Öle und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure die reife Haut.

Wer nun noch darauf achtet, sich ausgewogen und vitaminreich zu ernähren, kann dazu beitragen, die Haut vor den schädigenden Einwirkungen der UV-Strahlen zu schützen. Viel Flüssigkeit in Form von Wasser und ungesüßtem Tee können die Haut vor dem Austrocknen und der Faltenbildung bewahren.

 

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