Parken per App

Stellen das Projekt vor: (v. r.) Oberbürgermeister Frank Baranowski, Sonja Becker von der Verkehrsgesellschaft Stadt Gelsenkirchen mbH, Manfred von Sondern, CDO der Stadt, und Dr. Joachim Wahle vom smartparking e. V.. –Foto: André Przybyl

Parkgebühren per App bezahlen

Für Autofahrer in Gelsenkirchen soll die Kleingeld-Suche künftig der Vergangenheit angehören. Denn an städtischen Parkplätzen ist es ab sofort möglich, per Smartphone-App zu bezahlen.

Statt einen Parkautomaten mit Münzen zu füttern, können Gelsenkirchens Autofahrer künftig ihr Parkticket per Smartphone lösen. „Wir haben 3.500 gebührenpflichtige Parkplätze am Straßenrand, die von der Stadt betrieben werden“, erklärt Sonja Beckert von der Gelsenkirchener Verkehrsgesellschaft. „An diesen ist das bargeldlose Bezahlen ab sofort möglich.“ Parkhäuser sind davon ausgenommen. Eine eigene App hat die Stadt nicht entwickelt. Vielmehr greift das Projekt „Park Smart“ auf bereits bestehende Anbieter zurück.

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Sieben Apps aktuell möglich

Und so funktioniert es: Autofahrer müssen sich zunächst eine von aktuell sieben möglichen Apps herunterladen. Zur Auswahl stehen EasyPark, Park Now, moBiLET, Yellowbrick/flowbird, PayByPhone, Parkster und Parco. Park and Joy soll in Kürze folgen. „Später kommt noch die Park-App der Deutschen Telekom hinzu“, erklärt Dr. Joachim Wahle vom Verein smartparking, mit dem die Stadt das Projekt durchführt. „Damit haben wir alle gängigen Anbieter im Boot.“

Der Service kann nach der Registrierung genutzt werden, wobei das Autokennzeichen hinterlegt werden muss „Über die GPS-Ortung des Smartphones bestimmen die Apps den Standort und zeigen die Parkgebühr an“, erläutert Wahle. Dann können Autofahrer die gewünschte Parkzeit angeben und bezahlen. Auf den 128 Parkschein-Automaten im Stadtgebiet sollen Aufkleber angebracht werden, die Informationen über die Apps enthalten.

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Zusatzkosten fallen an

Beim Bezahlen per App fallen allerdings Zusatzkosten an. „Je nach Anbieter werden zwischen zehn und 46 Cent pro Parkvorgang fällig“, fährt Wahle fort. Bein Gebühren von beispielsweise 75 Cent pro Stunde in der Innenstadt kann das für Kurzparker ins Geld gehen. Ein Vorteil gegenüber den Automaten: „Die Parkdauer kann jederzeit verkürzt oder verlängert werden, ohne dass Geld am Automaten nachgezahlt werden muss“, erklärt Dr. Joachim Wahle. Auch böten einige Anbieter diverse Zusatzleistungen an.

„DasThema brennt uns schon seit längerem unter den Nägeln“, sagt Manfred von Sondern, bei der Stadt verantwortlich für den Digitalisierungsprozess. Rund ein halbes Jahr habe die Entwicklung des Projektes gedauert. Was einfach aussehe, sei nicht so einfach umzusetzen gewesen. „Schließlich sind verschiedene städtische Stellen daran beteiligt.“ Die Kosten für die Stadt: „Keine“, wie Oberbürgermeister Frank Baranowski erklärt.

Kennzeichen wird an Online-System übermittelt

Ob ein Autofahrer per App bezahlt hat, sollen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes ebenfalls digital erkennen. „Das Kennzeichen wird an ein Online-System übermittelt und dort abgeglichen“, erläutert von Sondern.

Die Stadt hofft nun, dass viele Autofahrer den neuen Service nutzen. „In Berlin werden schon heute rund ein Drittel aller Parkprozesse per Smartphone getätigt“, erklärt Dr. Joachim Wahle.

André Przybyl

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