Die Veltins-Arena könnte bald wieder die Arbeitsstätte von Ralf Rangnick werden. Foto: Archiv

Rangnick nach Schalke: Was sagt der Aufsichtsrat?

Beim FC Schalke 04 deutet sich eine spektakuläre Rückkehr an: Ralf Rangnick soll als Sportvorstand zum dritten Mal in seiner Karriere für Schalke arbeiten.

Dies ist der Plan einer Gruppe von Schalke-Symphatisanten, von denen einige bei der nächsten Mitgliederversammlung am 13. Juni für den Aufsichtsrat kandidieren wollen. Rangnick soll einen Fünfjahres-Vertrag erhalten. Zweimal war er bisher Coach der Blau-Weißen. Zuletzt war der 62-Jährige sogar als Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw im Gespräch. Doch Rangnick tendiert zu Schalke. Also: Pech für Deutschland, Glück für Schalke 04? Am Freitagnachmittag tagt der Schalker Aufsichtsrat, der sich angeblich auch noch mit einem anderen Kandidaten beschäftigt: Markus Krösche von RB Leipzig. Es wird spannend, welcher Kandidat den Zuschlag erhält.

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Gruppe stellt Rangnick-Idee im Aufsichtsrat vor

Den Kontakt zu Ralf Rangnick hat nach Informationen von Hallo Buer eine Gruppe einflussreicher Schalker hergestellt. Zu diesem „Konsortium“ gehören mehrere Kandidaten, die sich um einen Sitz im Schalker Aufsichtsrat bewerben. Dieser wird am 13. Juni gewählt, wobei fünf Plätze neu zu vergeben sind. Mit einbezogen hat diese Gruppe, die sich nicht als „Opposition“ zur gegenwärtigen Vereinsführung verstehen möchte, den aktuellen Aufsichtsrat Stefan Gesenhues. Er stellte in der Sitzung des Aufsichtsrates an diesem Freitagmittag  das Projekt vor. Mit Rangnick sind dem Vernehmen nach bereits alle wesentlichen Eckpunkte eines Vertrages erarbeitet. Der Gruppe geht es dabei nach eigenen Worten darum, Schalke zum bestmöglichen Sportvorstand zu verhelfen. Sollte sich im Aufsichtsrat eine Mehrheit für Rangnick bilden, könnte es nun sehr schnell gehen. Denn Rangnick möchte so schnell wie möglich mit der Arbeit beginnen.

Offenbar soll Rangnick einen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Er sieht Schalke als das letzte Großprojekt seiner Karriere an. Geplant ist nach dem für die Königsblauen wohl nicht mehr abzuwendenden  Abstieg am Ende der laufenden Saison der direkte Wiederaufstieg im kommenden Jahr, der mit der jüngsten Mannschaft aller Zeiten erreicht werden soll. Danach soll das Team in Deutschlands Oberhaus wieder für Furore sorgen.

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Am Freitagabend veröffentlichten Schalke in einer Mitteilung, der Aufsichtsrat werde „keinerlei Stellungnahme zu möglichen oder gehandelten Kandidaten abgeben, was grundsätzlich auch so bleiben wird“. Das Gremium stelle aber „aus gegebenem Anlass klar, dass Berichte, es gäbe eine ‚Voreinigung‘ zwischen dem FC Schalke 04 und Ralf Rangnick oder seinem Berater, nicht zutreffen“. Dies hatte zuvor auch keiner behauptet. Unabhängig von den Vorgängen sei und bleibe „Ralf Rangnick ein hochgeschätzter Fachmann und gern gesehener Ex-Schalker“. Der Fußball-Bundesligist betonte in seiner Stellungnahme: „Der Aufsichtsrat hat seinen Vorsitzenden Dr. Jens Buchta gebeten, die Entscheidung zur Besetzung des neuen Sportvorstands vorzubereiten.“ Dies sei ein fortlaufender Prozess. Dies wirkt als, ob sich Buchta übergangen fühlt: Nach Informationen von Hallo Buer zeichnete sich in der sehr emotionalen Sitzung des Aufsichtsrats keine Mehrheit für Rangnick ab.

Am Samstag steht für den Tabellenletzten Schalke unterdessen nun erst einmal die Bundesliga-Partie in Wolfsburg auf dem Programm. Bisher holten die Königsblauen gegen Mannschaften auf den internationalen Plätzen keinen einzigen Punkt.

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