Das Kolpinghaus Rotthausen wurde am Dienstag offiziell eröffnet. Es vereint Stadtteil- und Quartiers-Büro.
Eröffnen das Kolpinghaus: (v. l.) Oberbürgermeisterin Karin Welge, Stadtbaurat Christoph Heidenreich, Arbeitsagenturleiter Frank Thiemann, IAG-Leiterin Anne Schürmann-Rupp und der Vorsitzende des Kolpinghauses Rotthausen, Rudolf Schulze Schleithoff. Foto Stadt Gelsenkirchen/Gerd Kaemper

Rotthausen: Kolpinghaus offiziell eröffnet

Das Kolpinghaus Rotthausen wurde am Dienstag offiziell eröffnet. Es vereint Stadtteil- und Quartiers-Büro.

Was pandemiebedingt leise im Frühjahr dieses Jahres seine Arbeit aufnahm, wurde am Dienstag gemeinsam von allen Netzwerkpartnern offiziell eröffnet: das Kolpinghaus Rotthausen an der Ecke Karl-Meyer-Straße/Steeler Straße. Es soll künftig eine zentrale Anlaufstelle für die Menschen im Quartier sein wird. Unter seinem Dach sind viele verschiedene Service-Angebote und -einrichtungen für die Menschen im Stadtteil gebündelt: zum einen das neue Quartiers-Büro des Integrationscenters für Arbeit Gelsenkirchen (IAG) und der Agentur für Arbeit und zum anderen das Stadtteilbüro der Stadt Gelsenkirchen. Für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil bieten diese beiden Einrichtungen Zugang zu Beratung und Hilfestellungen rund um die Themen Arbeit, Bildung und Stadterneuerung.

Entwicklung des Stadtteils gestalten

„Diese Verknüpfung von Stadtentwicklung und Arbeitsmarktqualifizierung ist eine Besonderheit des Stadterneuerungsgebietes Rotthausen und beispielhaft in der ganzen Stadt“, erklärt Oberbürgermeisterin Karin Welge. „Dabei ist es vor allem unser Ziel, die Entwicklung des Stadtteils in allen Facetten – baulich, wirtschaftlich, sozial und arbeitsmarktpolitisch – mit den und für die Menschen vor Ort zu gestalten.“

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Das Stadtteilbüro Rotthausen ist vor Ort der zentrale Ansprechpartner bei Fragen rund um den Stadterneuerungsprozess in dem Quartier. Es dient als vernetzende Schnittstelle zwischen städtischer Verwaltung und Akteuren vor Ort. Hier werden die Maßnahmen des Stadterneuerungsprogramms in der Konzeption und Umsetzung begleitet. Angelegt auf den Zeitraum von acht Jahren sollen dabei Fördermittel in Höhe von 22 Millionen Euro in den Stadtteil fließen.

Bewohner informieren und vernetzen

Neben der Koordination der Projekte besteht eine zentrale Aufgabe des interdisziplinären Teams darin, die Bewohnerinnen und Bewohner zu informieren, zu vernetzen und frühzeitig in die Planung und Entwicklung der Erneuerungsmaßnahmen einzubeziehen. Für die Umsetzung des Stadtteilmanagements ist die S.T.E.R.N GmbH gemeinsam mit der AWO – Unterbezirk Gelsenkirchen/Bottrop beauftragt. Komplettiert wird das Team durch einen Quartiersarchitekten und energetische Sanierungsberater des Innovation City Management GmbH (ICM), die Anwohnerinnen und Anwohner in Fragen der Immobilienentwicklung und -sanierung beraten.

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„Um tragfähige Zukunftsperspektiven für Rotthausen zu entwickeln, ist es uns wichtig, den Stadtteil ganzheitlich zu betrachten. Neben der Umsetzung von großen Bauprojekten und der Beratung zu Themen der Gebäudesanierung und energetischen Erneuerung legen wir in der Stadterneuerung besonderen Wert auf die Kommunikation mit den Menschen vor Ort und die Bildung neuer Netzwerke. Daher ist das Team unseres Stadtteilbüros interdisziplinär aufgestellt und arbeitet gemeinsam mit allen Akteuren für Rotthausen. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit im Team“, sagt Christoph Heidenreich, Stadtbaurat der Stadt Gelsenkirchen.

Zugang zu Beschäftigung erleichtern 

Stellenangebote, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Hilfe bei der Suche nach dem passenden Ansprechpartner zum Thema Berufsausbildung – das sind nur einige Aspekte aus dem Bürgerservice des neuen QuartiersBüros. Ziel ist es, zusammen mit allen Netzwerkpartnern aus IAG (Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen), Agentur für Arbeit und Stadt Gelsenkirchen den Zugang zu Beschäftigung zu erleichtern und somit nachhaltige Beschäftigungsperspektiven für die Menschen im Stadtteil zu eröffnen. Neu ist, dass sich die angebotenen Dienstleistungen an den Lebenslagen der Hilfesuchenden orientieren und die gesamte Bedarfsgemeinschaft in den Blick genommen wird.

„Mit der Implementierung des neuen Quartiersbüros begegnen wir unseren Kundinnen und Kunden täglich dort, wo sie sind“, betont Anke Schürmann-Rupp, Geschäftsführerin des Jobcenters Gelsenkirchen. „Rotthausen wird zum ‚arbeitsmarktpolitischen Dorf‘, in dem neue Ansätze der Zielgruppenarbeit, verknüpft mit der Arbeit im Quartier, erprobt werden. Hierfür haben vier Mitarbeitende des Jobcenters ihre Arbeitsplätze vor Ort. Somit können sie lebenslagenorientiert sowie ganzheitlich die Probleme der ‚Rotthauser‘ betrachten und gemeinsam mit ihnen individuelle Schritte auf dem Weg in den Arbeitsmarkt entwickeln.“

Vielzahl an Informationen

Außerdem gibt es mit dem Kolpinghaus im Stadtteil nun einen zentralen Ort, an dem eine Vielzahl an Informationen über die Leistungen der sozialen Hilfssysteme der Stadt erhältlich sind. „Das erklärte Ziel des Rotthauser Netzwerk e.V. ist es, für uns und künftige Generationen unser Quartier attraktiv und lebenswert zu gestalten. Die verschiedenen Interessenlagen von Privatpersonen und Einzelhändlern, Mietern und Immobilieneigentümern, Jugendlichen und Senioren sollen Berücksichtigung finden“, erklärt Klaus Koschei vom Rotthauser Netzwerk e.V.

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