Machte mit seinen zwei Toren Werbung in eigener Sache: Alessandro Schöpf. Foto: Schalke 04

Schalke 04 und die Erkenntnisse nach dem Pokalspiel

Manuel Baum wusste nicht so recht, wie er den 4:1-Pokalerfolg gegen Schweinfurt 04 einordnen sollte.

Das Ergebnis stimmte den Schalker Trainer sicherlich zufrieden, aber die Art und Weise, wie seine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit auftrat, wird ihm sicherlich zu denken gegeben haben.

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Deshalb sagte der 41-Jährige: Ich muss das erst mal sacken lassen. Noch weiß ich nicht so richtig, was ich damit anfangen soll. Spielerisch war das noch nicht so, wie wir uns das vorstellen“. Zuversicht gab der Auftritt der eigenen Mannschaft vor dem Kellerduell in Mainz am Samstag eher nicht.

Köpfe sind nicht frei

Auch die Schalker Spieler gaben sich reserviert. „Die Köpfe sind momentan noch nicht frei. Das Selbstvertrauen muss man sich wieder hart erarbeiten,“ gab der zweifache Torschütze Alessandro Schöpf zu, der zumindest etwas für die eigene Befindlichkeit mit seinen Treffern getan hatte. Schöpf machte sich nichts vor bei der Einordnung der eigenen Mannschaftsleistung. „Wir müssen noch was draufpacken. Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung“, so der österreichische Nationalspieler.

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Baum blieb sehr wortkarg, was seine Personalpläne für die Partie in Mainz betrifft. Das betraf alle Mannschaftsteile. Hat Ralf Fährmann jetzt die Perspektive, Frederik Rönnow im Tor abzulösen? Kehrt Ozan Kabak nach abgelaufener Sperre sofort in die Startelf zurück? Hat sich Alessandro Schöpf mit seinen beiden Toren für einen Einsatz in Mainz empfohlen? Baum mochte nichts verraten. Nur die Floskel – Das wird ein anderes Spiel“ – kam über seine Lippen.

Skrzybski dankt Fährmann

Unverkennbar hatte der Bundesligist im ersten Durchgang große Probleme, geeignete Mittel gegen die früh attackierenden Schweinfurter zu finden. „Wir können froh sein, dass Ralle beim Stand von 2:1 für uns den Elfmeter gehalten hat. Das war sehr wichtig“, gab Stürmer Steven Skrzybski auf der Schalker Homepage zu.

Den Elfmeter hatte Salif Sané im Luftduell mit dem Schweinfurter Adam Jabiri verursacht. Schiedsrichter Sven Jablonski zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und Sané die Gelbe Karte. Warum nicht Gelb-Rot wunderten sich die Journalisten und Fernsehzuschauer.

Verwirrung um Gelbe Karten

Schließlich hatte der eingewechselte Innenverteidiger zuvor scheinbar bereits Gelb gesehen, nachdem Kristian Böhnlein ihn gefoult und sich der Senegalese arg darüber aufgeregt hatte. Bei genauerer Betrachtung der Rudelszene wurde jedoch ersichtlich, dass nicht Sané verwarnt worden war, sondern Nabil Bentaleb, also alles regelkonform.

Mit dem Erreichen der zweiten DFB-Pokalrunde, die am Sonntag in der ARD-Sportschau ausgelost wird, hat Schalke 350.000 Euro eingenommen. Auch das ist wichtig angesichts der prekären Finanzlage. Gespielt wird diese Runde am 22. und 23. Dezember.

Frank Leszinski
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