Klaas-Jan Huntelaar: Ajax-Trainer Erik ten Hag will um ihn kämpfen. Foto: Rabas

Schalke: Ajax-Trainer Erik ten Hag will um Huntelaar kämpfen

Schalke ist wieder Tabellenletzter, kann aber durch einen Sieg in Frankfurt den Anschluss an die Konkurrenz wieder enger herstellen. Derweil mag Ajax Amsterdams Trainer Erik ten Hag sich mit einem Wechsel von Klaas-Jan Huntelaar nach Schalke noch nicht so recht anfreunden.

Die schlechte Nachricht aus Schalker Sicht zuerst: Seit dem späten Samstagnachmittag sind die Königsblauen wieder Tabellenletzter. Die gute: Durch einen Sieg in Frankfurt könnte Schalke nach Wochen der Kontaktlosigkeit wieder Anschluss an die Konkurrenz finden. Denn Köln, Bielefeld und Mainz spielten jeweils unentschieden – wobei das Mainzer 1:1 durchaus als Ausrufezeichen des Kellerkindes zu bewerten ist.

Gerücht um Rafinha hält sich hartnäckig

Die Diskussionen im Schalker Umfeld drehen sich aktuell allerdings fast mehr um das “Spiel mit den Legenden”. Sead Kolasinac ist bereits für ein halbes Jahr zurückgekehrt, auch das Gerücht um Rafinha hält sich trotz des Schalker Dementis hartnäckig. Aktuell steht der Brasilianer bei Olympiakos Piräus unter Vertrag, soll aufgrund einer besonderen Ausstiegsklausel aber wechseln können. Angeblich würde ihn eine Rückkehr nach Schalke reizen, und positionstechnisch würde das ja durchaus Sinn machen: Schalke sucht einen Rechtsverteidiger – und Rafinha ist erst 35…
Zwei Jahre jünger als Klaas-Jan Huntelaar, der sich offenbar noch mitten in seiner “Bauchentscheidung” befindet, bei der nun quasi zwischen zwei Extremen wählen muss: Meisterschafts-Ambitionen mit Ajax Amsterdam oder Abstiegskampf mit Schalke 04. Die zwei Tore, die Huntelaar als Joker am Donnerstagabend in Rekordzeit beim 3:1-Sieg in Enschede erzielte, haben zumindest seinen Trainer bei Ajax Amsterdam ins Grübeln gebracht.

“Werde alles tun, um ihn zu behalten”

Erik ten Hag machte überhaupt keinen Hehl daraus, dass er Huntelaar gerne weiter bei Ajax sehen würde: “Sollte er nach Schalke wechseln wollen, würde ich das respektieren. Aber ich werde alles dafür tun, um ihn weiter bei Ajax zu behalten”, so ten Hag. Ein mögliches Indiz, ob es mit einem Schalke-Comeback des “Hunters” etwas wird, könnte der Sonntag liefern. Dann spielt Ajax um 16.45 Uhr im Klassiker gegen Feyenoord Rotterdam. Interessant aus Schalker Sicht wird sein, ob Huntelaar zum Kader von Ajax gehört. Spieler, die kurz vor einem Wechsel stehen, werden oft nicht mehr in den Kader genommen, um so Verletzungen bei einem möglichen Einsatz aus dem Weg zu gehen.
Schalkes Rückhol-Aktionsplan hat in den sozialen Netzwerken übrigens mittlerweile für so einige Stilblüten gesorgt. Überall kursieren Wunschzettel mit Namen von ehemaligen Schalkern, die Sportvorstand Jochen Schneider doch bitteschön auch zurückholen solle. Da ist quer durch alle Generation für jeden etwas dabei. Ganz selten taucht dabei nur ein Namen auf, dabei wäre der jetzt aktuell durchaus realistisch: Denn Max Meyer hat seinen Vertrag bei Crystal Palace aufgelöst. Der Mittelfeldspieler steht bei vielen Schalker Fans nicht mehr besonders hoch im Kurs, seitdem sein Berater ihn als “Weltklassespieler” bezeichnet hat und Meyer ein hochdotiertes Angebot von Schalke abgelehnt haben soll. Außerdem fiel Meyers Vater durch eine seltsame Video-Selbstinszenierung auf, die im Netz quasi durch die Decke ging…

Von drei Positionen erst eine neu besetzt

Aber Mittelfeldspieler hat Schalke ohnehin genug. Die drei Such-Positionen sind: links defensiv (abgehakt durch Kolasinac), Sturm (Wunschkandidat Huntelaar) und rechts defensiv. Rafinha stünde wohl parat. Kontakte zwischen Rafinha selbst und Schalke gab es bislang zumindest laut Schalker Angaben allerdings noch nicht. Die Gesprächsebene soll über diverse Mittelsmänner gelaufen sein. Einer davon: Schalkes Ex-Stürmer Kevin Kuranyi. Apropos Kuranyi: Falls Huntelaar absagt – Kuranyi wäre vielleicht zu haben…
Norbert Neubaum
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