Clemens Tönnies: Auch durch seinen Rücktritt Ende Juni 2020 kam viel Bewegung in den Schalker Aufsichtsrat. Foto: Rabas

Schalke: Auch im Aufsichtsrat gibt es viel Bewegung

Ob in der Mannschaft oder auf der Führungsebene – beim FC Schalke 04 ist in dieser desaströsen Saison der Personalverschleiß hoch. Selbst im Aufsichtsrat ist Kontinuität ein Fremdwort.

Nach dem Rücktritt von Professor Dr. Stefan Gesenhues hatte der Aufsichtsrat das ungewöhnliche Problem, das kein Nachrücker sofort zur Verfügung stand. Hintergrund: Laut Satzung des Vereins rückt bei einem frühzeitigen Ausscheiden eines von der Mitgliederversammlung gewählten Mitglieds der Kandidat nach, der bei der letzten Wahl die meisten Stimmen erhalten hat.

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Das Problem von Schalke: Für Gesenhues gab es keinen Nachrücker mehr, denn bereits im letzten Jahr hatte Matthias Rüter den langjährigen Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies und Ingolf Müller das langjährige Mitglied Uwe Kemmer beerbt.

Axel Hefer rückt nach

Nun hat Axel Hefer die freigewordene Stelle bis zur nächsten Mitgliederversammlung übernommen. Schalke musste dafür auf die Ergebnisse der Aufsichtsratswahlen von 2017 zurückgehen. Der 43-Jährige ist Vorstandsvorsitzender des Unternehmens „Trivago“. Im Schalker Aufsichtsrat ist er kein unbekanntes Gesicht. Bereits von 2014 bis 2017 gehörte er dem Gremium an und profilierte sich als kritischer Geist.

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Vollständig ist der Schalker Aufsichtsrat aber noch nicht. Für den kooptierten Ulrich Köllmann wird noch ein Nachfolger gesucht. Ob der oder die lange bleiben darf, ist fraglich. Denn am 13. Juni werden auf der Mitgliederversammlung fünf Personen neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Dafür will mit Peter Peters auch Schalkes langjähriger Finanzvorstand kandidieren – er muss allerdings noch die Hürde Wahlausschuss überstehen. Peters hatte Ende Juni als S04-Finanzchef überraschend seinen Rückzug erklärt. Fast zeitgleich mit Clemens Tönnies – Schalkes Aufsichtsratschef hörte ebenfalls auf und löste damit selbst die zahlreichen Rochaden in seinem Gremium aus. Dem wird Huub Stevens dennächst nicht mehr angehören – Schalkes Jahrhundert-Trainer stellt sich nicht wieder zur Wahl.

Frank Leszinski
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