Rodrigo Zalazar (l., hier im Spiel gegen Karlsruhe) erzielte gegen Sandhausen sein erstes Liga-Tor für Schalke. Foto: Rabas

Schalke schlägt Sandhausen nach 0:1-Rückstand 5:2 – sieben Tore in einer Halbzeit

5:2 (0:0) gegen den SV Sandhausen – Schalke gewinnt ohne die verletzten Simon Terodde und Danny Latza.

Schalkes Startformation war mit der vom Spiel in Bremen kaum noch zu vergleichen: Danny Latza und Simon Terodde fehlten verletzt – der Kapitän laboriert an einer schweren Prellung, der Torjäger soll eine muskuläre Verletzung haben. Victor Palsson und Mehmet Aydin saßen nur auf der Bank, Rodrigo Zalazar und Reinhold Ranftl rückten genau wie Terodde-Vertreter Marvin Pieringer in die Startelf.

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Schalke gegen ohne seinen vor dem Spiel von Sportvorstand Peter Knäbel dafür geehrten Zweitliga-Rekordtorschützen – konnte das gutgehen? Auf alle Fälle machte die Mannschaft von S04-Trainer Dimitrios Grammozis vor offiziell 46.319 Zuschauern (das Spiel fand unter den 2G-Bedingungen statt) gleich mal ordentlich Druck, drängten den Tabellen-Vorletzten weit zurück.

Thiaw trifft die Latte


Mehrmals flog der Ball kreuz und quer durch den Strafraum der Gäste, ohne dass ein Schalker Spielker daraus Kapital schlagen konnte – erstmals in der achten Minute, als Marius Bülter eine Hereingabe von Zalazar nicht verwerten konnte. Schalkes größte Chance hatte dann Malick Thiaw – der feine Linksschuss des Verteidigers flog an die Latte, den Nachuss setzte Bülter dann neben das Tor.

Hätte Schalke mit Terodde schon längst geführt? Der Verdacht drängte sich auf, erst recht als eine scharfe Pieringer-Hereingabe keinen Abnehmer fand (36.) und Zalazar völlig freistehend einen Kopfball in die Arme von Sandhausens Torhüter Patrick Drewes plazierte (45.).

0:0 zur Halbzeit, dann plötzlich 0:1


​Halbzeit 0:0 – schmeichelhaft für Sandhausen, weil die Süddeutschen bis dahin kaum eine nennenswerte Offensiv-Aktion hatte. Das sollte sich schnell ändern: Nach einem Ballverlust von Ranftl im Anschluss an eine Schalker Ecke kontern die Gäste wie aus dem Lehrbuch und gingen durch Marcel Ritzmaier mit 1:0 in Führung!

Schalke brauchte ein paar Minuten, um sich zu schütteln – dann wirkte der Rückstand wie ein Weckruf. Es schlug „die Stunde“ von Thomas Ouwejan: Das 1:1 erzielte der Niederländer nach Vorarbeit von Dominick Drexler selbst (58.), das 2:1 durch Marius Bülter bereitete er indirekt vor (64,), dem Eigentor von Aleksandr Zhirov zum 3:1 ging eine Ecke von Ouwejan voraus.

Ouwejans Ausgleich, dann Schlag auf Schlag


Durch ein Tor von Pascal Testroet meldete sich auch Sandhausen noch einmal zu Wort (74.). Aber nur zwei Minuten später traf der mittlerweile wie aufgedreht spielende Marius Bülter nach Ranftl-Vorarbeit mit der Hacke zum 4:2. Zalazar erzielte schließlich in der 82. Minute den 5:2-Endstand – Sandhausens Widerstand war gebrochen.

Sieben Tore in einer Halbzeit – die Zuschauer bekamen nach dem Seitenwechsel richtig was geboten. Und Schalke hat die Erkenntnis, auch ohne Terodde Tore erzielen und gewinnen zu können.

Norbert Neubaum
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