Amine Harit (hier noch im Schalker Trikot): Marktwert droht in Marseille weiter zu fallen. Foto: Rabas

Schalker Plan scheint nicht aufzugehen: Harits Marktwert droht in Marseille weiter zu fallen

Die Ausleihe von Amine Harit von Schalke zu Olympique Marseille verläuft derzeit alles andere als nach Plan.

Der Plan hatte und hat seinen gewissen Charme: Bei Olympique Marseille sollte sich Amine Harit nach einer schwachen Saison auf Schalke wieder ins europäische Schaufenster spielen – schließlich wurde der Marktwert des Mittelfeldspielers Ende 2019 immerhin auf 30 Millionen Euro beziffert (transfermarkt.de).

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Davon ist Harit mittlerweile meilenweit entfernt, und der Trend geht aktuell in die falsche Richtung: Zwar ist der 24-Jährige in Marseille gut gestartet, doch mittlerweile scheint er sich von der ersten Elf auf die Ersatzbank und nun sogar auf die Tribüne zurück entwickelt zu haben: Beim 1:1 von Marseille gegen Stade Reims zwei Tage vor dem Heiligen Abend gehörte Harit nicht mal mehr zum Kader von Olympique Marseille.

Vertrag auf Schalke läuft bis 2024

Hält dieser Zustand an, würde die Entwicklung die Schalker Pläne mit Harit gewaltig torpedieren. Denn primär hat Schalke im Sinn, den Fußballer für die kommende Saison zu verkaufen, um eine hohe Ablöse zu generieren. Dass Harit noch einmal für Schalke aufläuft, ist Stand heute unrealistisch, weil er so ganz und gar nicht mehr ins Gehaltsgefüge passen würde – sein Vertrag läuft allerdings noch bis 2024.

Kleiner Trost für Schalke: Noch wird sein Marktwert von transfermarkt.de auf neun Millionen Euro taxiert – das ist immerhin noch eine Million Euro mehr, als Schalke 2017 an den FC Nantes für Harit überwies.

Rückkehr ist Stand jetzt unrealistisch

Aber: Schafft Harit den Sprung ins Team von Olympique nicht mehr zurück, dürfte auch dieser Wert nicht mehr zu halten sein – zumal Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder schon im Sommer die Erfahrung machen musste, dass geschätzte Marktwerte mit denen in der Realität – vor allem in Corona-Zeiten – nicht unbedingt immer korrespondieren.

Norbert Neubaum
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