Wieder einsatzbereit: Amine Harit wird gegen Union Berlin wohl schon wieder zum Kader, aber wahrscheinlich noch nicht zur Startelf gehören. Foto: Rabas

So will Trainer Baum am Sonntag mit Schalke gegen Union Berlin gewinnen

Es gibt keinen Zweifel: Gegen Union Berlin braucht Schlusslicht Schalke am Sonntag einen Sieg. Dafür muss Trainer Manuel Baum die Spieler buchstäblich wieder ans Laufen kriegen.

Die sportliche Not beim FC Schalke 04 ist mittlerweile so groß geworden, dass einige Fans den Glauben an ihre Mannschaft verloren haben. Am vergangenen Montag wurden beim ersten öffentlichen Training von Fährmann und Co. seit vielen Wochen sogar Glückskekse an die Spieler verteilt.

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Helfen Glückskekse der Fans?

Ob diese helfen, die dramatische Negativserie von saisonübergreifend 19 Bundesligapartien in Folge ohne Sieg zu beenden? Auf jeden Fall starten die Königsblauen am Sonntag (18 Uhr, Sky) im Heimspiel gegen Union Berlin den nächsten Versuch, endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern.

Dabei wird es mindestens zwei Premieren geben: Manuel Baum sitzt das erste Mal in einem Heimspiel der Blau-Weißen auf der Trainerbank, und im Schalker Tor wird erstmals Frederik Rönnow in der Veltins-Arena stehen, der bei der 0:4-Klatsche in Leipzig zur Halbzeit für den verletzten Ralf Fährmann eingesprungen war. Baum: „Frederik macht auf mich einen guten Eindruck“.

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Rönnow im Tor

Ob sich hier die nächste Wachablösung im Schalker Tor abzeichnet, wollte Baum noch nicht bestätigen. Dies hänge wesentlich von den Trainingsleistungen ab und wann Fährmann wieder richtig fit wird.

Apropos Fitness: Mit 137 Sprints und einer Laufleistung von 105 Kilometern präsentierten sich die Königsblauen in Leipzig alles andere als bundesligatauglich. Dies führt Baum wesentlich auf die vielen Niederlagen der vergangenen Wochen und Monate zurück. „In den Gesprächen mit den Spielern war deutlich herauszuhören, dass es ihnen an Fantasie fehlt, nach Gegentoren zurückzukommen. Nach dem 0:1 in Leipzig sind die Köpfe meiner Spieler zu schnell runtergegangen“, kritisierte der Schalker Trainer.

Danach zum BVB

Das muss gegen Union Berlin ganz anders werden, wenn Schalke nicht die nächste Enttäuschung erleben will. Danach folgt das Derby in Dortmund. Nicht auszudenken, was dies für die Stimmung auf Schalke bedeuten würde, wenn die Königsblauen erneut mit fünf Niederlagen in Folge in die Saison starten würden.

Baum ist jedoch ganz auf die Partie gegen die Berliner fixiert. „Drei Punkte wären extrem wichtig“, so der 41-Jährige. Die Saison sei zwar kein Sprint, sondern ein Marathonlauf, aber Baum weiß natürlich um die psychologische Bedeutung dieser 90 Minuten, die wegen der Corona-Pandemie nur vor 300 Zuschauern stattfinden wird. Die Tickets sind über die Abteilungen Schalke hilft! und Fanbelange unter anderem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systemrelevanter Berufe verteilt worden.

300 Zuschauer zugelassen

Genauso viele Fans waren beim 5:1-Testspielerfolg gegen den SC Paderborn zugelassen, wo Schalkes Spieler bewiesen, dass sie das Toreschießen noch nicht verlernt haben. Vor allem Mark Uth traut Baum eine Führungsrolle in der Schalker Offensiver zu. „Gegen Paderborn hat man gesehen, welch gutes Spiel er abgeliefert hat. Er identifiziert sich total mit der Aufgabe und ist das kreative Momentum im Spiel“, lobte der Schalker Trainer.

Baum will vor allem, dass seine Mannschaft gegen die Berliner mutig nach vorn spielt, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Was das Verteidigen angehe, sei Union Berlin „mit die ekeligste Mannschaft der Liga“, so der Schalker Trainer, der wieder auf Amine Harit zurückgreifen kann. Für die Schalker Startformation dürfte der Marokkaner aber noch nicht infrage kommen. Doch wer immer auch spielt, Schalke braucht einen Sieg.

Frank Leszinski
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