Warum die lange Schalker Verletztenliste Fragen aufwirft

[vc_row][vc_column][us_image image=“5179″ size=“us_1600_900_crop“][vc_column_text css=“%7B%22default%22%3A%7B%22padding-top%22%3A%2210px%22%7D%7D“]Hat muskuläre Probleme: Shkrogan Mustafi. Foto: Rabas[/vc_column_text][us_post_title tag=“h1″ css=“%7B%22default%22%3A%7B%22font-family%22%3A%22h1%22%2C%22margin-bottom%22%3A%220%22%2C%22padding-top%22%3A%221rem%22%7D%7D“][vc_column_text]

Nicht nur sportlich läuft beim FC Schalke 04 aktuell alles schief. Die lange Verletztenliste bleibt ein erklärungsbedürftiges Phänomen.

Denn die Anzahl der verletzten Spieler ist bei kaum einem Bundesligisten so groß wie beim FC Schalke 04. Aktuell sind es elf. Verletzungen wie die Knieoperation bei Goncalo Paciencia oder aktuell die angebrochene Rippe von Torhüter Ralf Fährmann können immer wieder passieren. Was jedoch irritiert, ist die große Anzahl an muskulären Blessuren.

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Innerhalb der letzten zwei Wochen haben die Königsblauen allein hier nicht weniger als vier neue verletzte Spieler mit Matija Nastasic, Shkodran Mustafi, Nabil Bentaleb und Mark Uth.

Schneider reagierte ohne Erfolg

Sportvorstand Jochen Schneider reagierte zwar im vergangenen Sommer, indem er den Athletik- und Konditionstrainer Klaus Luisser und Bob Schoos den Laufpass gab und später auch noch die Trennung von Dr. Andreas Schlumberger, dem Leiter der Reha-Abteilung, vollzog. Doch Verbesserungen sind bisher nicht in Sicht.

Auch unter der Leitung von Werner Leuthard, der von Teilen der Mannschaft angeblich kritisch gesehen wird, blieb die Zahl der verletzten Spieler sehr hoch. Dabei beschäftigt Schalke für diesen Bereich außerdem noch zwei Mannschaftsärzte, vier Physiotherapeuten und eine Ernährungsberaterin. Solch ein Personalstand sollte eigentlich ausreichen, um alle Spieler für die Bundesliga fit zu machen.

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Wie läuft die Trainingssteuerung?

Doch offenbar ist weder die Trainingssteuerung noch die Präventionsarbeit bisher gut genug. Wenn Schalke um die Wadenprobleme von Klaas-Jan Huntelaar wusste und ihn dennoch verpflichtete, darf man schon fragen, ob das sinnvoll ist, zumal der Spieler mit 37 Jahren ein Alter erreicht hat, in dem das Auskurieren jeder Art von Verletzung entsprechend länger dauert.

Auch der Umgang mit Bentaleb ist diskussionswürdig. Ihm noch einmal eine Chance zu geben, kann man machen. Aber darf man sich wundern, wenn ein Spieler, der monatelang keine Wettkampfpraxis hatte, nach seinem ersten Einsatz schnell wieder Probleme bekommt?

Umstrittene Entscheidungen

Die Liste solcher umstrittener Entscheidungen ließe sich noch weiter führen. Man denke nur an Suat Serdar, der zu Beginn der Saison nach nur einem Spieltag Pause sofort wieder eingesetzt wurde und schon in der Anfangsphase im Heimspiel gegen Leipzig wieder ausgewechselt werden musste. Danach fehlte der Nationalspieler in fünf Pflichtspielen.

Führt man sich diese Beispiele vor Augen, drängt sich der Verdacht auf, dass nicht „böse Mächte“ auf Schalkes Verletzungsproblematik schuld sind, sondern wohl eher Fehler, die in den eigenen Reihen zu suchen sind.

Man darf gespannt sein, mit welcher Mannschaft Schalke das nächste Bundesligaspiel am Samstag in Stuttgart meistern will. Mitte der Woche waren nicht weniger als 14 Spieler verletzt bzw. konnten nur individuell trainieren.

Frank Leszinski

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