Schalkes Fans dürfen weiter auf den Wiederaufstieg hoffen: Durch den 2:1-Sieg bei Dynamo Dresden sind die Königsblauen auf den Relegationsplatz geklettert. Foto: Archiv

Zwei Terodde-Tore: Schalke springt durch 2:1-Sieg in Dresden auf Relegationsplatz

Schalke gewinnt mit 2:1 (1:0) bei Dynamo Dresden – und springt auf den Aufstiegs-Relegationsplatz.

Mit einem flammenden „Aufstiegs-Appell“ hatten Schalkes Vorstand und Aufsichtsrat unter der Woche die Vereinsmitglieder für den Saison-Endspurt zu mobilisieren versucht – die Schalker Mannschaft untermauerte die Vorstellungen der Chefetage am Freitagabend durch einen hart umkämpften 2:1 (1:0)-Erfolg bei Dynamo Dresden.

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Schalkes Interimstrainer Mike Büskens musste kurzfristig auf Rodrigo Zalazar (Fußverletzung) verzichten, dafür rückte Kapitän Danny Latza in die Startelf. Genauso wie der vorher verletzte Thomas Ouwejan, der in Schalkes Vierer-Abwehrkette den „Linksaußen“ gab.

Erster Elfer für Schalke

Erstmals seit zwei Jahren meldete Dynamo Dresden im Prinzip „volles Haus“. 30 273 Zuschauer (ein Block war aus Sicherheitsgründen gesperrt) sahen im Rudolf-Harbig-Stadion, wo Schalke zu gemeinsam Erstliga-Zeiten immer verloren hatte, ein zunächst zähles Spiel, in dem Kellerkind Dynamo durch einen Pfostenschuss von Paul Will (26.) die erste und lange einzige „echte“ Chance des Spiels hatte.

Der Grund, warum Dresden unten in der Tabelle und Schalke relativ weit oben steht, offenbarte sich dann in der 44. Minute in einer einzige Szene: Dominick Drexler störte das Dynamo-Aufbauspiel früh, Dresden leistete sich einen im Prinzip unverzeihlichen Fehler, und quasi als Höhepunkt foulte Will dann auch noch Simon Terodde im Strafraum – es gab folgerichtig den ersten Saison-Elfmeter für Schalke, den Terodde persönlich souverän zur Schalker 1:0-Führung verwandelte, die sich bis dahin nicht unbedingt angedeutet hatte.

Terodde trifft zwei Mal

Als Terodde in der 51. Minute mit einem nicht einfachen Kopfball nach Flanke von Drexler auch noch das 2:0 für Schalke erzielt hatte, schien die Sache für die Gäste geritzt – zumal Dresden nun immer verunsicherter agierte und kaum noch etwas auf die Kette bekam.

Aber eine Standard-Situation half dem Tabellen-Drittletzten dann doch wieder auf die Beine: Nach einem Freistoß kam Paul Will relativ unbedrängt zum Kopfball und traf in der 70. Minute zum 1:2 – nun war alles angerichtet für eine hektische Schlussphase, die sich Schalke hätte sparen können.

Jubel nach 95 Minuten

Büskens machte die Schotten dicht, wechselte fünf Minuten vor Schluss auch noch Salif Sané als personifiziertes Defensiv-Bollwerk ein. Der kam zwar noch genauso ins Schwimmen wie seine Mannschaftskollegen, aber nach 95 Minuten hatten die Königsblauen den Sieg über die Runden gebracht. Es war der dritte Sieg im dritten Spiel unter der Regie von Mike Büskens – Schalke steht zumindest vorübergehend auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz.

Frank Leszinski/Norbert Neubaum
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