Bochumer Straße: Anwohner zeigen „ihren Kiez“

Bei Führungen an der Bochumer Straße in Gelsenkirchen zeigen Anwohner „ihren Kiez“. Das erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Bei Führungen an der Bochumer Straße in Gelsenkirchen zeigen Anwohner „ihren Kiez“. Das erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die Bochumer Straße. Foto: Stadt Gelsenkirchen/ Gerd Kaemper/ gkfoto.de

 

Beim Frühlingserwachen an der Bochumer Straße am 21. Mai feierten sie ihre Premiere – jetzt starten die neuen Führungen an der Bochumer Straße in einen monatlichen Rhythmus. Am Freitag geht es um 17.30 Uhr los. Danach zeigen an jedem ersten Freitag im Monat Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers ihren Gästen „ihr“ Viertel zwischen Heilig-Kreuz-Kirche und Gründerzeit-Häusern. „Es freut uns, dass die Führungen bei ihrer Premiere so gut angenommen wurden, das zeigt uns, dass wir damit einen Nerv getroffen haben und die Menschen in Gelsenkirchen sich wirklich dafür interessieren, was hier rund um die Bochumer Straße alles so los ist“, sagt Tanja Tenhofen vom Referat Stadtplanung der Stadt Gelsenkirchen, die in den Führungen eine kurzweilige und innovative Art sieht, um Stadtentwicklung und Stadterneuerung ganz direkt und unmittelbar erlebbar zu machen.

Das Besondere an den Führungen ist der ganz persönliche Ansatz, der den Charakter der Führungen ausmacht. Geleitet werden die Touren nicht von professionellen Gästeführern, sondern von Menschen, die vor Ort ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt haben. Damit sind sie perfekte Expertinnen und Experten für das Quartier in Gelsenkirchen-Ückendorf und bieten ungewöhnliche Einblicke in ein vielfältiges Viertel voller Gegensätze und Kontraste. „Das ist eine völlig neue Form von Stadtteilführungen. Authentisch, individuell und ganz nah dran am Geschehen im Quartier“, so Dirk Slawetzki von der Stadtmarketinggesellschaft Gelsenkirchen mbH, der an der Konzeption der Führungen mitgewirkt hat.

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Guides bringen persönliche Perspektive ein

Insgesamt gibt es derzeit sechs Guides. Sie alle bringen ihre ganz persönliche Perspektive ein und zeigen das Quartier aus einem individuellen Blickwinkel. Das Spektrum reicht von der vor kurzem zugezogenen Studentin über die alteingesessene Ückendorferin, die die Entwicklungen der letzten 30 Jahre hautnah miterlebt hat, bis zum Fotografen mit Blick für Architektur und Strukturen. Sie alle vereint das Quartier Bochumer Straße als Wahlheimat. So individuell wie die Menschen, die die Touren führen sind auch ihre Themen und Blickwinkel auf das Viertel. Kerstin Pütz ist eine von Ihnen und stellt fest: „Die Leute sollen nach unseren Touren nach Hause gehen und sich darauf freuen wieder zu kommen – eben weil sich immer etwas verändert bei uns im Quartier.“

Die Touren starten immer am ersten Freitag des Monats um 17:30 Uhr auf dem Vorplatz des Justizzentrums (Bochumer Straße 79, Achtung: Die Touren starten pünktlich und finden bei jedem Wetter statt). Der Eintritt ist frei (Hutspenden willkommen, die Guides arbeiten ehrenamtlich!), eine Anmeldung ist nicht nötig.

Vom Wissenschaftspark zur Heilig-Kreuz-Kirche

Über den Wissenschaftspark geht es entlang der Bochumer Straße weiter zum Haus Reichstein und zur Heilig-Kreuz-Kirche. In ca. 90 Minuten lassen sich zwischen Hinterhofoasen und Gründerzeitfassaden spannende Ort entdecken. Die Besucherinnen und Besucher erfahren Neues über die Entwicklungen im Quartier und begegnen den allgegenwärtigen Kontrasten und Widersprüchen, die sich im Laufe des Abends dann zu einem spannenden Gesamtbild vereinen. Kultur und Gastronomie treffen auf soziales Engagement, Business und bauliche Rundumerneuerung. Apropos Gastronomie: Garantiert zeigen die Tourguides den Besuchern auch den ein oder anderen Geheimtipp für einen (gemeinsamen) Absacker nach dem Rundgang. Weitere Informationen unter www.gelsenkirchen.de/bochumerstrasse und www.gelsenkirchen.de/stadtrundfahrten.

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