Die Skulpturenwiese in Buer könnte schon bald gastronomisch genutzt werden. -Foto: Heselmann

Gastronomie auf der Skulpturenwiese in Buer?

Die Stadt bringt in der Corona-Krise ein Hilfspaket für Gastronomie und Einzelhandel auf den Weg. Dabei sollen auch bislang ungenutzte Flächen eine Rolle spielen.

„Gelsenkirchen startet durch!: Unter diesem Motto will die Stadtverwaltung ein großes Hilfspaket für die Wirtschaft, insbesondere für die Gastronomie und den Einzelhandel in der Stadt auf den Weg bringen. Einige dieser Maßnahmen sollen über die Corona-Krise hinaus Nachhaltigkeit haben – und könnten etwa das Stadtbild von Buer verändern.

Werbung
Neues Ruhr-Wort

Am Mittwoch stellte Stadtrat und Wirtschaftsförderer Dr. Christopher Schmitt gemeinsam mit Citymanagerin Angela Bartelt und Standortentwickler Dr. Siegbert Panteleit die Pläne vor, die am 25. Juni dem Rat der Stadt zum Beschluss vorgelegt werden sollen. Wie bereits berichtet, will die Stadt für die Monate April bis Oktober 2020 von Gastronomen und Einzelhändlern keine Sondernutzungsgebühren für genutzte Außenflächen erheben – der Stadt entgehen dadurch Einnahmen von knapp 130.000 Euro.

100 Quadratmeter auf der Skulpturenwiese

Gleichzeitig will die Stadt den Gastronomen anbieten, verstärkt städtische Flächen für die Ausweitung der Außengastronomie zu nutzen. „Um Bewegungsflächen etwa für Einsatzkräfte oder um Fluchtwege zu garantieren, ist hier jeweils eine Einzelabsprache notwendig“, so Dr. Schmitt.

Werbung

In Buer gibt es schon ein konkretes Beispiel für eine Fläche, die demnächst gastronomisch genutzt werden könnte: die Skulpturenwiese zwischen Horster Straße, Rottmannsiepe und Hagenstraße. „Das sind etwa 100 Quadratmeter, auf denen man Stühle und Tische aufstellen kann“, sagte Dr. Schmitt.

„Jetzt haben wir die Gelegenheit, Zukunft zu gestalten“

Die umliegenden Gastronomiebetriebe – darunter unter anderen das „Zutz“, das „Vitali“ oder die „Officina“ würden sich die Fläche teilen – Einzelheiten müssten noch geklärt werden. Die Verantwortlichen bei der Stadt rechnen aber damit, dass, vorausgesetzt der Rat stimmt dem Vorschlagspaket zu, bereits im Juli die ersten Gäste auf der Wiese sitzen könnten.

Dabei würde sich die Nutzung nicht nur auf die „Corona-Zeit“ beschränken. „Jetzt haben wir die Gelegenheit, Zukunft zu gestalten“, sagte Dr. Siegbert Panteleit. Ein Gastronomieangebot auf der Wiese würde auch die Kulturmeile aufwerten. Panteleit kann sich auch kulturelle Angebote auf der Fläche vorstellen.

Busse und Bahnen kostenlos nutzen

Um den örtlichen Handel attraktiver zu machen, will Dr. Schmitt einen möglichst einfachen Zugang zu den Geschäftszentren in der City und in Buer schaffen. So sollen an vier Samstagen alle Besucherinnen und Besucher der Hauptzentren kostenlos Busse und Bahnen nutzen können – welche Tage das genau sind, steht noch nicht fest, unter anderem will die Stadt erst den Bundesligaspielplan der neuen Saison abwarten.

Auch die Freunde der beiden Feierabendmärkte sollen schon bald wieder auf ihre Kosten kommen – wenn auch zunächst nur in abgespeckter Form. Ab dem 24. Juni startet dafür auf dem Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen und am 25. Juni in Buer in der Zeit von 15 bis 19 Uhr ein Versorgermarkt mit Händlern des Feierabendmarktes. Der Markt ist auf den Verkauf von Lebensmittel und Feinkost beschränkt. Essen und Trinken vor Ort findet nicht statt. Angesprochen werden auch die lokalen und regionalen Erzeuger, die mit Saisonwaren das Angebot erweitern können. Sobald die Regeln allerdings wieder gelockert werden, könne der Feierabendmarkt wieder in gewohnter Form stattfinden, versicherte Panteleit.

Taskforce soll regelmäßig tagen

Daneben soll die Attraktivität der Innenstädte gemeinsam mit den örtlichen Akteuren durch Stadtfeste und Musikveranstaltungen erhöht werden. Damit der Prozess insgesamt gesteuert und begleitet werden kann, wird Dr. Christopher Schmitt eine „Taskforce Citylagen“ einrichten, die sich referats- und vorstandsübergreifend mit den „Post Corona Herausforderungen“ regelmäßig auseinandersetzt. Diese stadtinterne Taskforce sollte regelmäßig tagen und eng mit den Citymanagerinnen GE-City und GE-Buer sowie der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und dem Einzelhandelsverband zusammenarbeiten.

Dies begrüßt auch Citymanagerin Angela Bartelt: „Ein regelmäßiger Austausch mit den relevanten Partnern ist sinnvoll und stellt die Basis, um gemeinsam die Innenstädte wieder zu beleben. Die Aussetzung vieler liebgewonnener Veranstaltungen und auch die fehlenden verkaufsoffenen Sonntage in Gelsenkirchen reißen ein Loch sowohl in den Eventkalender der Stadt als auch in die Kassen der Einzelhändler. Die gemeinsame Umsetzung von Maßnahmen, dem Handel aus der Corona-Zeit zu verhelfen, begrüßen wir seitens der City Initiative Gelsenkirchen sehr.“

Hier gibt es noch mehr Artikel über Gelsenkirchen

Menü
%d Bloggern gefällt das: