Erst am 8. Februar nimmt das Impfzentrum Gelsenkirchen seine Arbeit auf. Foto: Pete Linforth auf Pixabay

Erst am 8. Februar nimmt das Impfzentrum Gelsenkirchen seine Arbeit auf. Der Impfstoff-Hersteller habe einen Engpass, so die Begründung.

Ursprünglich sollten am 1. Februar die Impfungen in der Emscher-Lippe-Halle beginnen. Doch seit Mittwoch steht fest: Die ersten Termine werden erst für einen Zeitraum ab dem 8. Februar vergeben, teilt die Stadt Gelsenkirchen mit. Das habe das Gesundheitsministerium NRW der Stadt mitgeteilt.

Verlässlichkeit von größter Bedeutung

Grund für die Verschiebung sei ein derzeitiger Lieferengpass des Impfstoffes durch den Hersteller. Aus demselben Grund werden die derzeit laufenden Erst-Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie den Krankenhäusern vom Land ausgesetzt. Zweit-Impfungen sollen wie geplant weiterhin erfolgen. In einem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums, der die Städte am Dienstagabend erreichte, wurden alle Impfstoff-Lieferungen vom 22. bis zum 31. Januar durch das Land storniert. Ab 1. Februar sollen die Impfungen in den Einrichtungen wieder in gewohntem Umfang aufgenommen werden. In Gelsenkirchen sind sieben Einrichtungen mit insgesamt 1.166 geplanten Impfungen in diesem Zeitraum betroffen.

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„Gerade jetzt ist Verlässlichkeit von größter Bedeutung für das Vertrauen der Menschen. Deswegen hoffen wir, dass diese Verlässlichkeit und Verbindlichkeit möglichst schnell wiederhergestellt werden kann“, reagierte Oberbürgermeisterin Karin Welge auf die kurzfristige Änderung der Impfplanung.

17.000 Menschen erhalten Brief

Obwohl sich nun der Impfbeginn verzögert, bleibe es bei den ursprünglichen Planungen: In diesen Tagen erhalten über 17.000 Menschen in Gelsenkirchen, die über 80 Jahre alt sind, einen Brief des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann. Die Stadt hat das Schreiben im Auftrag des Landes verschickt. Darin wird darauf hingewiesen, dass dieser Personenkreis ab Montag, 25. Januar, einen Termin zur Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum vereinbaren kann. Wie genau die Terminvereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) funktioniert, wird in dem Brief ebenfalls erläutert.

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Die Stadt Gelsenkirchen will ferner dafür sorgen, dass auch diejenigen schnell und sicher das Gelsenkirchener Impfzentrum erreichen können, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und auch niemanden haben, der sie dorthin fahren kann. „Wir sorgen dafür, dass diese Menschen gegen eine geringe Eigenbeteiligung mit dem Taxi zum Impfzentrum fahren können“, erklärt Karin Welge. Der Selbstkostenanteil beträgt pro Strecke fünf Euro, alle weiteren Kosten trägt die Stadt. „Ich freue mich, dass uns gemeinsam mit den Gelsenkirchener Taxiunternehmen und den Hilfsorganisationen eine gute und unbürokratische Lösung gelungen ist“, sagt Welge.

Regelungen für Menschen mit Pflegegraden

Das Schreiben der Stadt zur Corona-Schutzimpfung erklärt auch die Regelungen für Seniorinnen und Senioren mit bestimmten Pflegegraden oder Merkmalen im Schwerbehindertenausweis. Rufnummern, an die sich Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer wenden können, die einen Spezialtransport benötigen, werden ebenfalls genannt. Auf der Internetseite der Stadt gibt es alle Informationen unter www.gelsenkirchen.de/coronavirus – auch in Englisch, Türkisch, Rumänisch, Bulgarisch, Polnisch, Russisch, Arabisch und Farsi.

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