„writer in residence“ – so der Titel des Stipendiums, das Referat Kultur der Stadt ausgeschrieben wird. Foto: Stadt Gelsenkirchen

Die Stadt Gelsenkirchen schreibt erstmals ein Literatur-Stipendium aus. Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die nicht älter als 40 Jahre sind.

„writer in residence“ – so der Titel des Stipendiums, das Referat Kultur der Stadt ausgeschrieben wird. Das Thema: „Stadträume – Wandel und Möglichkeiten“. Wer das Stipendium bekommt, zieht drei Monate mietfrei in eine Apartment im Kreativquartier Ückendorf ein. Dort kann sie oder er sich dem Schreiben widmen.

Literarischen Nachwuchs fördern

„Mit dem Stipendium möchten wir die kulturelle Infrastruktur der Stadt mit neuen Impulsen stärken und den überregionalen Austausch unterstützen“, erklärt Andrea Lamest, Leiterin des Referats Kultur. „So fördern wir literarischen Nachwuchs und wirken durch öffentliche Lesungen nachhaltig in Stadt und Region.“

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Das Stipendium wird für den Zeitraum vom 15. Juni bis 15. September 2021 vergeben und ist mit 1.500 Euro pro Monat (insgesamt 4.500 Euro) vergütet. Zusätzlich gibt es einen Reisekosten-Zuschuss und ein kostenloses Ticket für den Nahverkehr. Im Rahmen des Stipendiums soll Gelsenkirchen unter dem Blickpunkt „Stadträume – Wandel und Möglichkeiten“ erlebt, erforscht und beobachtet werden, Möglichkeiten und Aussichten notiert werden. Zudem stellt sich die Autorin oder der Autor in zwei Lesungen der Öffentlichkeit vor und begleitet den Aufenthalt mit einem wöchentlichen Blog und/oder anderen Social Media-Aktivitäten.

Ein spannender Ort

„Das Kreativquartier Ückendorf ist ein spannender Ort“, so Helga Sander, Geschäftsführerin der Stadterneuerungsgesellschaft (SEG), die ebenfalls mit im Boot ist. Die SEG stellt die möblierte Wohnung im Kreativquartier mietfrei zur Verfügung. „Hier zu wohnen und zu arbeiten, sich von Stadt und Menschen inspirieren zu lassen, soll es möglich machen, konzentriert ein eigenes Projekt zu verwirklichen.“ Möglich wird das Stipendium dank der finanziellen Unterstützung der Gelsenwasser-Stiftung.

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Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben und nicht älter als 40 Jahre sind. Bewerberinnen und Bewerber sollten möglichst eine eigenständige Publikation vorweisen können, die nicht im Eigenverlag erschienen ist, oder fünf unselbstständige Publikationen in Zeitschriften oder Anthologien.

Sechsköpfige Jury entscheidet

Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet eine sechsköpfige Jury: Darin sitzen Andrea Lamest, Helga Sander und Dr. Bärbel Kerkhoff, Geschäftsführerin der Gelsenwasser-Stiftung. Außerdem vertreten sind der Gelsenkirchener Autor und ehemalige Leiter des Literaturbüros Westfalen Herbert Knorr, die Leiterin der Stadtbibliothek Gelsenkirchen Anja Herzberg und der Literaturkritiker und Kulturjournalist Stefan Keim.

Einzureichen sind ein Lebenslauf, eine Bibliografie, eine Textprobe (mindestens sieben maximal 14 Normseiten) und ein Motivations-Schreiben. Die Bewerbung nimmt das Referat Kultur per Mail entgegen unter referat.kultur@gelsenkirchen.de Einsendeschluss ist Montag, 1. März. Die vollständige Ausschreibung ist zu finden unter www.gelsenkirchen.de/literaturstipendium

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