Gelsenkirchen: Stadt fördert Fahrten zu NS-Gedenkstätten

Die Stadt Gelsenkirchen fördert Fahrten zu NS-Gedenkstätten. So soll die Erinnerung an die Schrecken jener Zeit bewahrt werden.
Die Stadt Gelsenkirchen fördert Fahrten zu NS-Gedenkstätten. So soll die Erinnerung an die Schrecken jener Zeit bewahrt werden.
In der Gedenkstätte Sachsenhausen erinnern Fotos an die Opfer des NS-Regimes. Foto: 159263191 © Enrico Della Pietra | Dreamstime.com

 

Ausschwitz, Dachau oder Bergen-Belsen machen die Verbrechen des Nationalsozialismus (NS) auf eindringliche Weise sichtbar und erfahrbar. Die Fahrten zu den NS-Gedenkstätten im In- und Ausland sollen an die Schrecken der Vergangenheit erinnern und gleichzeitig Mahnung für Gegenwart sowie Zukunft sein. Um diese Erfahrung möglichst vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Gelsenkirchen zu ermöglichen, hat die Stadt für das laufende Jahr eine Fördersumme von 75.000 Euro eingerichtet. Nach einem Ausschreibungsverfahren über die städtische Fachstelle „demokratie.bewegen“ reisen noch in diesem Jahr mehrere Gruppen zu Gedenkstätten im In- und Ausland.

Zum Beispiel fliegt das Schalker Fanprojekt nach Israel, um dort unter anderem die Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem zu besuchen. Die Reise soll dazu dienen, das Thema Antisemitismus weiter zu vertiefen, dem Holocaust zu gedenken und (Fußball-)Freundschaften in Israel aufzubauen. Ferner besucht der gemeinnützige Verein Kerem Ke das ehemalige Konzentrationslager Ausschwitz – das größte Lager zur Zeit des Nationalsozialismus. Das DGB-Haus der Jugend fährt mit einer Jugendgruppe zur Gedenkstätte in Dachau.

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Verbrechen auch vor Gelsenkirchener Haustüren

Außerdem fördert die Stadt einige Schulen: Die Gesamtschule Berger Feld sowie das Berufskolleg am Goldberg werden, in Kooperation mit dem Verein aktuelles Forum, die ehemaligen Konzentrationslager in Bergen-Belsen und Sachsenhausen besuchen. Zudem besuchen das Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe sowie das Schalker Gymnasium die Gedenkstätten in Buchenwald und Amsterdam. Zur Vor- und Nachbereitung werden die Fahrten durch eine Kooperation mit der Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ begleitet. Neben der Vermittlung von historischen Grundlagen wird hier auch daran erinnert, dass die Verbrechen der NS-Zeit ebenfalls vor Gelsenkirchener Haustüren stattfanden.

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