Mobilitätsmanager Matthias Schneider. Foto: André Przybyl

Seit Mai dieses Jahres hat Gelsenkirchen einen Mobilitätsmanager. Matthias Schneider will „die Verkehrswende nach vorne bringen“.

Ob Radverkehr, E-Mobilität oder Green City Plan – das Thema Mobilität mit all seinen Aspekten beschäftigt viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Gelsenkirchen. Seit Anfang Mai verstärkt Matthias Schneider als Mobilitätsmanager das Referat Verkehr der Stadt bei dieser Arbeit. Seine Aufgabe ist es nicht nur, Netzwerker und Ansprechpartner für alle Fragen und Ideen rund um Mobilität zu sein. Auch will er „mit den Kolleginnen und Kollegen die Verkehrswende nach vorne bringen“, wie Schneider selbst erklärt.

Kommunikation als zentrale Herausforderung

Neben der Erarbeitung von Konzepten bedeutet das vor allen Dingen, Informationen zu sammeln, aufzubereiten und zu kommunizieren. „Wir müssen kommunizieren, wo wir bei der Verkehrswende hinwollen und wo mögliche Probleme liegen“, beschreibt Matthias Schneider die zentrale Herausforderung seines Jobs.

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Um diese „Fragen“ zu beantworten, hat die Stadt in diesem Frühjahr bereits den Masterplan Mobilität angestoßen. Das städtische Mobilitätskonzept soll die Verkehrsentwicklung in den kommenden Jahren skizzieren und wird vom Referat Verkehr zusammen mit einem Planungsbüro erarbeitet. „Die Analyse der Basisdaten ist so gut wie abgeschlossen“, erklärt Christoph Neumann, Leiter des Referats Verkehr. „Nun geht es darum, Arbeitskreise ins Leben zu rufen und Entscheidungsprozesse zu organisieren.“

Zwei Pilotprojekte laufen bereits

Neben diesen Zukunftsplanungen beschäftigen sich der Mobilitätsmanager und seine Kolleginnen und Kollegen aber auch mit der Umsetzung bereits beschlossener Projekte, etwa aus dem Green City Plan. „Derzeit laufen die Pilotprojekte für zwei der zentralen Maßnahmen an: der Umweltsensitiven Verkehrsteuerung und dem intelligenten Parken.“

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Zwei Schwerpunkt sieht Matthias Schneider aktuell in seiner Arbeit: Zum einen den Aufbau einer öffentlichen Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. „Denn wir können den Menschen E-Autos nur schmackhaft machen, wenn eine Lade-Infrastruktur vorhanden ist“, erklärt Schneider.

Mobilitätsstationen auf- und ausbauen

Zum anderen möchte er sogenannte Mobilitätsstationen einrichten. „Das sind Orte, an denen mehrere Verkehrsmittel verknüpft werden“, erläutert der Mobilitätsmanager. „Der Zentrale Omnibusbahnhof Buer oder der Hauptbahnhof sind solche Punkte.“ Hier kann man vom Zug oder der Straßenbahn beispielsweise aufs Fahrrad umsteigen. Solche Punkte gelte es vermehrt in der Stadt auf- und auszubauen. Auch sollten die verkehrsgünstigsten Verkehrsverbindungen kommuniziert werden, zum Beispiel per App.

„Letztendlich geht es darum, für verschiedene Wege das richtige Verkehrsmittel zu finden“, sagt Matthias Schneider. „Wenn das nicht immer automatisch das Auto ist, haben wir schon viel gewonnen.“

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