Das Unwetter in Gelsenkirchen hat in der Nacht zu Donnerstag die Feuerwehr auf Trab gehalten. Eine vorläufige Bilanz.
Symbolfoto von FelixMittermeier auf Pixabay

Unwetter in Gelsenkirchen: So ist die Nacht verlaufen

Das Unwetter in Gelsenkirchen hat in der Nacht zu Donnerstag die Feuerwehr auf Trab gehalten. Eine vorläufige Bilanz.

Laut Gelsenkirchener Feuerwehr mussten die Einsatzkräfte insgesamt 14 Mal in der Nacht zu Donnerstag ausrücken. Bäume und Bauzäune sind umgestürzt, Äste abgeknickt, Dachziegel runtergekommen. Größere Schäden oder gar Verletzte gab es bis zum frühen Donnerstagmorgen jedoch nicht. Mit allen Löschzügen der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr hatten sich die Einsatzkräfte auf den Sturm eingestellt. „Wir sind froh, dass wir trotz der Pandemielage alle Züge voll besetzen können“, erklärte die Feuerwehrleitstelle am Mittwochabend.

Wald und Holz NRW: Wälder nicht betreten

Aufgrund des Sturms bleiben am Donnerstag landesweit alle Schulen geschlossen. Gelsensport hat vorsorglich die Gelsenkirchener Außensportanlagen bis einschließlich Freitag gesperrt. Die Musikschule Gelsenkirchen öffnet ebenfalls nicht am Donnerstag. Auch der Impfbus, der am Donnerstag an der Wilhelminenstraße stehen sollte, kommt nicht zum Einsatz. Ferner finden die Wochenmärkte in Buer, Heßler und der Resser Mark sowie der Feierabendmarkt in Buer nicht statt. Ebenfalls abgesagt ist der geplante Halt des Schadstoffmobils auf dem Marktplatz in Buer.

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Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW warnt davor, während und nach dem Sturm die Wälder zu betreten. Durch die lange Regenperiode der letzten Wochen könnten Waldböden aufgeweicht sein. Wurzeln könnten daher weniger Halt im Boden haben und im Sturm leichter umfallen. Zahlreiche Bäume sind laut Wald und Holz durch die vergangenen Dürrejahre und den Borkenkäferbefall geschädigt. Daher sei – noch häufiger als sonst – mit herausbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen zu rechnen. „Die Gefahr bleibt auch nach dem Sturm bestehen“, erklärt der Landesbetrieb. „Angebrochene Bäume können oft erst nach dem Sturm umfallen oder in den Baumkronen verkeilte Äste können auch später noch hinabfallen.“

Nächstes Unwetter im Anmarsch

Noch ist das Unwetter nicht vorbei. Doch laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist bereits der nächste Sturm im Anmarsch: „Am Freitag nähert sich von Westen her ein weiteres Orkantief Deutschland“, meldet der DWD auf seiner Internetseite. Im Laufe des Freitagabends könne es zu Böen zwischen 100 und 120 km/h kommen, stellenweise seien auch Orkanböen bis 140 km/h nicht ausgeschlossen. „Die genaue Zugbahn des Orkantiefs und damit die Vorhersage der Windgeschwindigkeiten ist noch unsicher“, so der DWD.

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