Ein Video wird im Kunstmuseum gedreht. Foto: Stadt Gelsenkirchen

Zu einem virtuellen Museumsausflug lädt das Kunstmuseum Gelsenkirchen auf seiner Homepage ein. Kindgerecht erläutern hier kurze Videos jeweils ein Werk der Sammlung.

Warum hat der Künstler Otto Piene ein Loch in seine Leinwand gebrannt? Warum sieht abstrakte Malerei manchmal aus wie ein Wackelpudding an der Wand? Und welches Geheimnis hat der Mann mit Hut in René Magrittes Meisterwerk „Le grand Siècle“? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich die jeweils rund dreiminütigen Videos, mit denen das Kunstmuseum Gelsenkirchen einen virtuellen Blick auf ausgewählte Werke aus der hauseigenen Sammlung ermöglicht. 

Schauspieler Carsten Keller moderiert

Inzwischen bereichert eine ganze Sammlung an Videos die digitale Kunstvermittlung auf der Homepage des Kunstmuseums – und es stehen immer wieder neue Beiträge zur Verfügung. So thematisieren aktuell 15 Kurzfilme unter anderem Werke wie August Mackes „Haus in Tegernsee“, Ernst Ludwig Kirchners „Herbstlandschaft bei Davos“ und Ansgar Skibas „Welle“. Für die Moderation der Beiträge hat sich das Team des Kunstmuseums den Schauspieler und Moderator Carsten Keller ins Boot geholt. 

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Neues Ruhr-Wort

„Schau mal Kunst“ heißt die Seite, die den Zugang zu den Werken des Hauses um eine virtuelle Ebene erweitert. Das Angebot soll den Museumsbesuch nicht ersetzen, sondern die Neugierde wecken und die Phantasie beflügeln. Für Lehrerinnen und Lehrer dient die Seite der Beschäftigung mit Kunst, die zu einem späteren Zeitpunkt im Original erlebt werden kann. Die Seite richtet sich aber nicht nur an Schulen, sondern auch an Familien. Durch spielerische und erzählerische Anregungen werden die Werke nicht nur vorgestellt, sondern die Zuschauerinnen und Zuschauer werden in das jeweilige Bild mit hineingenommen – so gibt es Suchaufgaben, Rätselfragen und Anregungen. 

Unterschiedliche Werke im Fokus

Dabei stehen ganz unterschiedliche Werke und Inhalte im Fokus. Thema sind unter anderem die Jahreszeiten, die Darstellung von Bewegung, aber auch die Welt der Formen und Farben. Da spielen „Diagonale Kräfte“, ein „Elastischer Stoß“ sowie auch Farbpixel eine besondere Rolle. In einem Werk verstecken sich beispielsweise eine Kuh und Blumen hinter zentimeterdicken Farbschichten, die wie Knetgummi oder Wackelpudding wirken. In einem anderen Werk wird Musik, zu der gemalt wurde, sichtbar.

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Bei einer kräftig rauschenden Welle in Türkis-Grün-Petrol-Blau entdecken die Zusehenden, mit wie vielen verschiedenen Farbtönen sich das Element Wasser darstellen lässt, und welche Technik einer Welle richtig Schwung und Energie verleiht. Neben Einführungen zu den Kunstwerken gibt es kreative Anregungen und Ideen, um selbst künstlerisch aktiv zu werden – im Übrigen nicht nur für die Jüngsten. Hier können auch kunstbegeisterte Erwachsene ganz neue Denkanstöße erhalten.

Videoprojekt wird gefördert

Eine Förderung des Programms „Neustart. Sofortprogramm für coronabedingte Investitionen“ des Bundesverbandes für Soziokultur machte die Realisierung dieses Videoprojektes möglich. Nähere Informationen und die Videos gibt es auf www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de.

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