Schröder und Ranftl

Gute Kommunikation: Sportdirektor Rouven Schröder (l.) mit Reinhold Ranftl. Foto: Rabas

Wie Sportdirektor Rouven Schröder die Schalker Lage bewertet

Nach dem enttäuschenden Auftritt in Düsseldorf hatte Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis betont, dass man nicht zur Tagesordnung übergehen werde. Das wurde dann auch in die Tat umgesetzt.

„Jeder Einzelne war sich direkt nach dem Abpfiff bewusst, dass wir keine gute Leistung abgeliefert haben, dass wir mit dem Ergebnis und vor allem mit dem Auftritt alles andere als zufrieden sein konnten“, berichtete Rouven Schröder.

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Bei der Analyse und der Mannschaftsbesprechung seien alle Fehler klar und deutlich angesprochen worden, sagte der Sportdirektor in einer Medienrunde und fügte hinzu: „Die Mannschaft hat sich dabei sehr selbstkritisch gezeigt.“ Dies sei wichtig und spreche gleichzeitig für den Charakter der Gruppe, aus der ausnahmslos jeder „alles für Schalke gibt, um mit der Mannschaft erfolgreich zu sein“, so der 46-Jährige.

Alle Spieler fokussiert

In den bisherigen Einheiten der laufenden Trainingswoche sei zu beobachten gewesen, dass alle Spieler sehr fokussiert arbeiten. „Niemand lässt sich hängen – ganz im Gegenteil“, beschrieb Schröder seine Eindrücke und erklärte, dass jeder Spieler des Teams seine Chance auf einen Platz in der ersten Elf suche und alle Akteure der Mannschaft wichtig für den Erfolg seien.

„Wir brauchen jeden Einzelnen“, betonte Schröder und sprach in diesem Zusammenhang auch Reinhold Ranftl an. Der Österreicher hatte in Düsseldorf nicht zum Kader gezählt, sollte stattdessen am Wochenende den Kopf freibekommen.

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Gute Kommunikation mit Ranftl

„Die Kommunikation mit Reini war sehr gut“, berichtete er. Und: „Wir sind nach wie vor von ihm überzeugt, unterstützen ihn zu 100 Prozent und helfen Reini, sich aus seinem kleinen Tief herauszuarbeiten. Wenn man beobachtet, wie er trainiert, sieht man, dass er seine Chance nutzen will und mit vollem Einsatz bei der Sache ist.“

Voller Einsatz aller Schalker Spieler ist am Freitag gegen den SC Paderborn  gefordert. „Das wird eine harte Nuss. Unser Gegner hat in dieser Saison auswärts noch kein Spiel verloren“, betonte Schröder. Wichtig sei es, die Aufgabe nach dem jüngsten Negativerlebnis in Düsseldorf nicht zu verkrampft anzugehen.

Selbstkritik und Lockerheit

Schröder kennt solche Situationen wie die aktuelle aus seiner aktiven Zeit und weiß, worauf es nun ankommt. „Wichtig ist natürlich Selbstkritik, gleichzeitig aber auch, schnell wieder eine gewisse Lockerheit zu entwickeln. Denn wenn man sich stets auf Neue sagt, wie enttäuschend der letzte Auftritt gewesen ist, ist man im Kopf nicht frei für die Vorbereitung auf das anstehende Spiel“, erklärte der Ex-Profi.

„Wir blicken jetzt gemeinsam nach vorne und freuen uns auf das Heimspiel gegen Paderborn. In den 90 Minuten wollen wir zeigen, was in uns steckt und haben die Chance, mit einem guten Ergebnis zum Start des Spieltages am Freitagabend vorzulegen.“

Frank Leszinski
 

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