Eine Schalker Institution: Erwin Kreutzmann ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Foto: Schalke 04

Erwin Kreutzmann gestorben: Schalke 04 trauert um eine Institution

Sein Herz schlug für den Schalker Nachwuchs: Die Königsblauen trauern um den langjährigen A-Jugendtreuer Erwin Kreutzmann, der im Alter von 86 Jahren gestorben ist. Ein persönlicher Nachruf.

Vor vielen, vielen Jahren kam ich auf den verwegenen Gedanken, ob ich nicht einmal eine Geschichte über Erwin Kreutzmann schreiben sollte. Als der langjährige Schalker A-Jugendbetreuer davon Wind bekam, fiel seine Reaktion unmissverständlich aus: Auf keinen Fall.

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Typisch Kreutzmann. Der beharrliche Widerstand hatte nichts mit Antipathie gegenüber Journalisten zu tun, sondern hing mit seinem Selbstverständnis zusammen. Er wollte nie im Vordergrund stehen, obwohl seine Arbeit über Jahrzehnte mit Geld nicht zu bezahlen war.

41 Jahre für die A-Jugend gearbeitet

Von 1973 bis 2014 engagierte sich der gebürtige Wismarer mit sehr viel Herzblut und Leidenschaft für den Schalker Nachwuchs. Auch nach seiner aktiven Zeit bei den Königsblauen besuchte er regelmäßig die Heim- und Auswärtsspiele der U19.

Mit den A-Junioren feierte Kreutzmann drei Deutsche Meisterschaften (1976, 2006 und 2012) sowie zwei DFB-Pokalsiege (2002 und 2005). Dabei begleitete er namhafte Schalker Größen wie Olaf Thon, Jens Lehmann, Christian Pander, Benedikt Höwedes, Mesut Özil, Sead Kolasinac, Julian Draxler und viele mehr.

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Lobeshymnen von Elgert und Menze

Langjährige Weggefährten wie A-Jugend-Trainerlegende Norbert Elgert und Bodo Menze, der frühere Leiter der Schalker Knappenschmiede, sind besonders traurig über den Tod dieser Schalker Insitution.

„Erwin war ein ganz großer Schalker und ein großartiger Mensch! Der Club hat ihm sehr viel zu verdanken. Durch seinen Fleiß, seine Zuverlässigkeit und seine Loyalität war und ist er ein leuchtendes Vorbild auch für kommende Generationen. Ich persönlich bin ihm sehr dankbar für seinen unermüdlichen Einsatz und seine jahrzehntelange Unterstützung“, sagte Elgert und betonte: „Erwin wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben.“

Ähnlich äußerte sich Bodo Menze: „Für keine Tätigkeit war Erwin sich zu schade. Wenn man ihn nachts weckte, stand er zu jeder Zeit auf der Matte. Er war ein Mannschaftsbetreuer im allerpositivsten Sinn.“

Frank Leszinski
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