Gelsenkirchen: Anfang eines „historischen“ Schulbau-Projektes

Die neue Grundschule an der Ebertstraße in Gelsenkirchen ist fertig. Sie soll aber nur der Anfang eines Schulbau-Projektes sein, dass die Stadt „historisch“ nennt.
Die neue Grundschule an der Ebertstraße in Gelsenkirchen ist fertig. Sie soll aber nur der Anfang eines Schulbau-Projektes sein, dass die Stadt „historisch“ nennt.
Schlüsselübergabe: (v. l.) Lukas Günther, ggw-Aufsichtsratsvorsitzender, Karin Welge und Harald Förster. Foto: ggw/ Olaf Fuhrmann

 

„Es ist der erste Schulneubau in Gelsenkirchen seit über 40 Jahren“, erklärt Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge. „Es ist ein weiteres Stückchen Zukunft, das wir hier heute eröffnen.“ Die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (ggw) hat die neue Grundschule an der Ebersteinstraße fertiggestellt. Eine modulare Bauweise mit Fertigbauelementen hat es ermöglicht, den Neubau innerhalb von 14 Monaten zu errichten. „Am 30. August 2021 haben wir an dieser Stelle den ersten Spatenstich vollzogen“, berichtet Welge, „Heute, nur rund ein Jahr später, ist die Schule bereits fertiggestellt und betriebsbereit.“ Am Donnerstag nahm die Oberbürgermeisterin offiziell die Schlüssel für das Gebäude vom Geschäftsführer der ggw Harald Förster entgegen.

Die ggw hat die vierzügige Grundschule auf einem rund 7.500 Quadratmeter großen Grundstück errichtet. Mit den ersten Gründungsarbeiten wurde im Juni 2021 begonnen. Für das Bauvorhaben wurden Baukosten von insgesamt etwa 22 Millionen Euro veranschlagt. Auf drei Etagen verfügt der Neubau über 16 Klassenzimmer sowie acht Gruppen-Differenzierungsräume. Eine Küche, eine Mensa und eine Bibliothek sind ebenfalls in dem Gebäude untergebracht. Zudem wurde die Schule mit den neusten digitalen Standards ausgerüstet.

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Grundschule verfügt über Familienzentrum

Ein im Erdgeschoss eingerichtete Familienzentrum soll der aktiven Elternarbeit dienen. Ein separater Zugang ermöglicht eine eigenständige Nutzung auch außerhalb des Schulbetriebes. Darüber hinaus wurde eine Sporthalle mit zwei Feldern und insgesamt 1.175 Quadratmetern Nutzfläche realisiert. Abgerundet wird das Bauvorhaben durch einen rund 2.000 Quadratmeter großen Schulhof.

Die Grundschule an der Ebersteinstraße soll erst der Anfang sein: „Wir gehen in den nächsten Jahren ein durchaus historisch zu nennendes Schulbauprogramm an“, sagt Karin Welge. „Nach über 40 Jahren ohne Neubau haben wir nun gleich acht große Bauvorhaben vor der Brust.“ So soll beim Ergänzungsbau an der Grundschule Kurt-Schumacher-Straße im August Baubeginn sein – die Fertigstellung ist für 2024 geplant. Der Bau der Grundschule Gräffstraße soll im Frühjahr 2023 starten, die Grundschule am Wildenbruchplatz im Frühjahr 2024. Eine Machbarkeitsstudie für den Neubau der Gesamtschule Berger Feld ist laut Stadt beauftragt und soll voraussichtlich 2023 vorliegen. Auch am Junkerweg soll gebaut werden, dazu muss allerdings die Verkehrsführung angepasst werden.

Neue Schulen sollen in Quartiere wirken

„Die neuen Schulen, die wir bis 2030 bauen, verändern zuerst die Bildungslandschaft, sie wirken aber auch in die Quartiere – weil wir in jeder neuen Schule auch Räume einrichten, die von den Menschen in der Nachbarschaft genutzt werden können“, stellt Welge in Aussicht.

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