Auf zu neuen Ufern: Huub Stevens beendet seine Trainer-Karriere mit einem Pokalerfolg gegen Ulm. Foto: Schalke 04

Huub Stevens beendet seine Trainer-Karriere mit Schalker Pokalerfolg

Große Erleichterung beim FC Schalke 04: Die Königsblauen können doch noch gewinnen.

Zumindest im DFB-Pokal, denn nach dem 4:1-Erfolg in der ersten Runde gegen Schweinfurt 05 gelang nun in Runde zwei ein 3:1-Erfolg gegen Ulm. Schalke hat damit das Achtelfinale erreicht. Die Auslosung findet am 3. Januar 2021 statt.

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Für Huub Stevens war es das letzte Spiel seiner Trainer-Karriere. “Ab heute Abend bin ich kein Trainer mehr”, verkündete der 67-Jährige, der für zwei Spiele eingesprungen war, nachdem sich Schalke von Manuel Baum getrennt hatte.

Serdar trifft zur Schalker Führung

 

Wer die Königsblauen in Zukunft trainieren wird, soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Favoriten auf den Schalker Trainerposten sind Christian Gross und Alexander Zorniger.

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Mehr als ein schwacher Trost zu Weihnachten war der erst vierte Pflichtspielsieg in 2020 nicht. Am Ende eines komplett verkorksten Jahres sorgten Suat Serdar (27.) und zweimal Benito Raman (51./63.) für ein Erfolgserlebnis. Das Gegentor durch Johannes Reichert (82.) war beim Achtelfinal-Einzug zu verschmerzen.

Stevens war zufrieden

 

“Wir sind eine Runde weiter, und das ist das Wichtigste. Ich habe Spaß gehabt in den fünf Tagen”, sagte Stevens. “Dass sie endlich mal wieder einen Sieg errungen haben, das ist wichtig”, stellte der 67-Jährige fest.

 

Stevens’ Nachfolger steht vor einer schweren Aufgabe. 45 Minuten lang war kein Drei-Klassen-Unterschied gegen Ulm zu sehen. Bei einem der ganz wenigen zielstrebigen Angriffe passte Linksverteidiger Bastian Oczipka zu Serdar, der aus rund 22 Metern mit einem noch ganz leicht abgefälschten Schuss ebenso sehenswert wie unhaltbar traf. Es war das erste Tor des 23-Jährigen seit dem 17. Januar, als er auch beim 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach traf – dem einzigen Schalker Bundesliga-Sieg in diesem Jahr. Seitdem gab es 29 Liga-Partien nacheinander ohne Erfolg.

Auf fünf Positionen verändert

 

Die dem Spielverlauf nach eher unerwartete Führung gab jedoch keine Sicherheit, zumal Stevens die Mannschaft nach dem bitteren 0:1 gegen Bielefeld auf fünf Positionen veränderte. So fehlten unter anderen Kapitän Omar Mascarell und Nassim Boujellab verletzt.

 

Die Ulmer, die 2018 im eigenen Stadion den damaligen Pokalsieger Eintracht Frankfurt überrascht hatten, versuchten weiter, erstmals seit 20 Jahren wieder die dritte Pokalrunde zu erreichen. Robin Heußer prüfte Fährmann aus der Distanz (47.), ehe auch Schalke im Gegenzug mal wieder gefährlich vor dem Ulmer Tor auftauchte – zum ersten Mal seit dem 1:0.

 

Als Ulms Torwart Maximilian Reule einen harten Fernschuss von Amine Harit nach vorn abprallen ließ, staubte Raman zum zweiten Treffer ab. Der zentrale Angreifer vollendete dann nach einer Balleroberung von Steven Skrzybski auch zum 3:0. Damit war die Entscheidung gefallen, befreit vom Druck zeigte Schalke nun auch spielerische Ansätze. Fährmann hielt sogar Reicherts Foulelfmeter, der Nachschuss saß aber. “Es war nur wichtig für uns, das Jahr mit einem Sieg zu beenden – egal, ob der Gegner in einer anderen Liga spielt”, sagte Raman.

Frank Leszinski
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