Markus Jansen

Schaut her, das Hygienekonzept steht: Markus Jansen hält an seinen Plänen fest. Foto: André Przybyl

Der Buersche Weihnachtsmarkt an der Hochstraße ist abgesagt, sein Gegenstück in Gelsenkirchen ebenfalls. Doch am Dom könnte es noch ein Weihnachts- oder Winterdorf geben.

Die Stadtmarketing Gesellschaft Gelsenkirchen (SMG) meldete am 26. Oktober, dass der Weihnachtsmarkt in der Gelsenkirchener Innenstadt nicht stattfindet. „Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der Corona-Schutzmaßnahmen der Stadt müssen wir zu unserem großen Bedauern den Markt auf dem Heinrich-König-Platz und dem Neumarkt in diesem Jahr ausfallen lassen“, erklärt SMG-Geschäftsführer Markus Schwardtmann.

Besucherströme lassen sich in Gelsenkirchen nicht kontrollieren

In den vergangenen Monaten habe die SMG nach eigener Aussage gemeinsam mit den Markthändlern und den zuständigen Behörden zahlreiche Konzepte geprüft, um den Markt durchführen zu können. Das Hauptproblem dabei: Aufgrund der zentralen Lage lassen sich die Besucherströme des Weihnachtsmarktes und der Gelsenkirchener City nicht steuern.

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Bereits drei Tage zuvor wurde das Aus für den Buerschen Markt verkündet: „In enger Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung haben wir uns dazu entschieden, in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt auf der Hochstraße durchzuführen“, erklärt Udo „Ole“ Siemienski, Vorsitzender der Werbegemeinschaft (WG) Buer. Angesichts der aktuellen Corona-Lage wolle die WG Rücksicht auf die Menschen nehmen. „Wir können nicht die ganze Innenstadt absperren“, gibt Siemienski zu bedenken.

Hygienekonzept grundsätzlich umsetzbar

Zunächst hatte Markus Jansen, der mit seiner Berns & Jansen GbR die Veranstaltung plant, noch gehofft, dass das Weihnachtsdorf am Dom wie geplant am 19. November starten kann. Doch spätestens seitdem die Pläne von Bund und Ländern bekannt wurden, die Corona-Regeln zu verschärfen, war dieser Zeitpunkt vom Tisch.

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Laut Jansen laufen allerdings bereits seit 26. Oktober Gespräche mit der Wirtschaftsförderung.„Die Stadt hält mein Hygienekonzept grundsätzlich für umsetzbar“, erzählt der Bueraner. So stehen mittlerweile verschiedene Varianten im Raum: „Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, könnten wir mit dem Weihnachtsdorf im Dezember starten“, führt Jansen näher aus. Denkbar wäre, in diesem Fall die Veranstaltung bis ins nächste Jahr zu ziehen – nach dem Fest als Winterdorf. „Ferner ist im Gespräch, die Veranstaltung komplett ins neue Jahr zu verlegen“, ergänzt der Veranstalter.

Dorf soll komplett eingezäunt werden

Welche Variante es auch werden könnte – das Hygienekonzept steht: Nach aktuellem Stand soll das Dorf komplett eingezäunt werden, um so die Besucherzahl zu kontrollieren. Insgesamt 14 Stände sollen an der St.-Urbanus-Kirche zu finden sein. „Verschiedene Gastronomie-Bereiche sind nochmal gesondert abgetrennt“, führt Markus Jansen näher aus.

Hier müssen die Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen und ihnen werden Plätze zugewiesen. „Diese dürfen sie nicht verlassen, solange sie sich in der Gastronomie aufhalten – selbst wenn sie Freunde oder Bekannte sehen.“ Diese Regelung werde man streng handhaben. „Auch wenn es eine große Herausforderung darstellt“, räumt Jansen ein. Ein Alkoholverbot solle es laut seiner Informationen nicht geben. „Aber auch wir müssen uns an Sperrstunde halten.“

Auch an der Eislaufbahn festhalten

Ebenfalls festhalten will er an der Eislaufbahn. „Die Bahn ist ein Schlüssel zum Erfolg“, erklärt Jansen. „Ich denke, dass sich hier 30 bis 40 Menschen gleichzeitig aufhalten können – immerhin ist die Bahn 200 Quadratmeter groß und nicht überdacht.“ Ob geplante Veranstaltungen des Eishockeyvereins EHC Gelsenkirchen 2000 hier stattfinden, könne er allerdings noch nicht sagen. „Das werden wir spontan entscheiden.“

Der Pandemie zum Opfer ist bereits die Bühne samt Programm gefallen „Es wird eher besinnlich und ruhig zugehen“, erzählt Jansen. Stattdessen solle es vielleicht vereinzelte Auftritte sowie Walking-Acts geben. „Dazu befinden wir uns noch in der Planung.“

Planungen laufen seit Januar

Seit Januar, also noch vor Corona, plant Jansen das Weihnachts- oder Winterdorf. Nur noch aus Verbundenheit zu Buer gebe er nicht auf. „Würde ich nicht an der Domplatte wohnen, hätte ich dieses Buch längst zugeschlagen“, räumt er ein. Geld würde er mit der Veranstaltung nicht verdienen. „Ich hoffe, noch einige Sponsoren gewinnen zu können – dann könnte ich mit einem blauen Auge davonkommen.“

André Przybyl
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